Falscher Amtsträger versuchte, Senior zu betrügen

Ein 51-jähriger Mann hat sich am Dienstag als falscher Amtsträger ausgegeben und gemeinsam mit einem Komplizen versucht, einen Senior zu betrügen.

Kassel.  Die Festnahme eines 51 Jahre alten Mannes, der im Verdacht steht, sich gegenüber einem Senior als Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes ausgegeben und mehrere Tausend Euro gefordert zu haben, gelang der Kasseler Polizei am Dienstag im Stadtteil Helleböhn. Die Polizei ist nun auf der Suche nach weiteren möglichen Opfern des Tatverdächtigen. Personen, bei denen in den letzten Tagen ein angeblicher Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes oder möglicherweise mit ähnlicher Masche vorstellig geworden ist, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Steuernachzahlung wegen angeblicher Schwarzarbeit

Zwei Männer hatten gestern, gegen 10 Uhr, an der Haustür des Seniors in der Meißnerstraße geklingelt und sich als Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes vorgestellt. Sofort warf einer der beiden Betrüger dem Rentner vor, Schwarzarbeiter auf seinem Grundstück beschäftigt zu haben, weswegen er nun 9.000 Euro Zollgebühren für die umgegangenen Steuern nachzahlen müsse. Eingeschüchtert vom Auftreten der beiden Unbekannten und verunsichert wegen tatsächlich im Vorjahr von einer Firma auf seinem Grundstück ausgeführter Arbeiten, schenkte der Senior den Angaben der Männer zunächst Glauben.

Betrug fiel bei der Bank auf

Bei seiner Hausbank fiel schließlich auf, dass der das Geld abholende Rentner offenbar im Begriff war, sein Erspartes an Betrüger zu verlieren. Den daraufhin eingeschalteten Beamten der Kasseler Polizei gelang gegen Mittag an der Anschrift des Seniors schließlich die Festnahme des 51-jährigen deutschen Tatverdächtigen aus Niedersachsen. Die Ermittlungen zu seinem bislang unbekannten mutmaßlichen Komplizen dauern an.

Angeblich an Haustüren nur nach Arbeit gefragt - Zeugen gesucht

Wie der Festgenommene in seiner späteren Vernehmung gegenüber den Ermittlern des Kommissariats 23/24 angab, habe er in Kassel nur nach Arbeit gesucht und aus diesem Grund an verschiedenen Haustüren geklingelt. Auch hierfür suchen die Ermittler nun Zeugen, die Angaben zum Auftreten des 51-Jährigen am Dienstag in Helleböhn oder anderen Kasseler Stadtteilen machen können.

Die Ermittler des K 23/24 bitten mögliche weitere Opfer einer solchen Betrugsmasche oder Zeugen, die Angaben zum Auftreten des Tatverdächtigen an Haustüren in Kassel machen können, sich unter der Tel. 0561 - 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Rubriklistenbild: © Goss Vitalij - Fotolia

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“
Kassel

Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“

„Wir sind hinter der Theke genau so gut, wie davor“ scherzen die neuen „Holy Nosh Deli“-Inhaber Silvio Heinevetter und Yannick Klütsch.
Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“
Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen
Kassel

Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen

Postbote in Kassel von Baum leicht verletzt, Auedamm zeitweise gesperrt
Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen
Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese
Kassel

Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese

Der Kasseler Oktoberspass lockt vom 1. bis zum 24. Oktober mit vielen Attraktionen auf die Schwanenwiese Kassel.
Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese
Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander
Kassel

Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander

Wegen Sturmschäden sind bisher einige Linien und Strecken nicht befahrbar
Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.