Fassadenkünstler Friedel Deventer regt sich über documenta auf: Mir wurde der Mund verboten!

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Regt sich maßlos auf: Im Fridericianum wurde dem Kasseler Künstler Friedel Deventer verboten, seine Meinung zu sagen.

Das hat den Kasseler Künstler Friedel Deventer hart getroffen. Als er Freunden erklären wollte, warum ihm ein Bild nicht gefällt, wurde er vom Aufsichtspersonal unfreundlich gebeten, den Mund zu halten.

Darf er seine Meinung zu documenta-Kunstwerken sagen oder nicht? Mit dieser Frage plagt sich der Kasseler Künstler Friedel Deventer herum. Und will aber mal so richtig auf die Barrikaden gehen. "Wir waren mit unserem Freundeskreis auf der documenta. Haben mit einem Choristen einen Spaziergang gemacht und waren richtig zufrieden", erzählte Deventer.

Doch dann waren sie im Fridericianum, im obersten Stockwerk. "Ich habe dort Stickdeckchen eines griechischen Künstlers gesehen. Der hatte sich eindeutig damit über das Werk des großen spanischen Freiheitskämpfers Goya "Die Erschießung der Aufständischen" lustig gemacht. Für mich ein Skandalbild." Deventer erklärte seinen Freunden, warum er sich so aufgeregt hat.

Doch was dann passierte war für Deventer erst recht ein Skandal. "Von allen Seiten kamen auf einmal Aufpasserinnen auf uns zu: ‘Sie dürfen hier nicht reden. Das ist strikt verboten.’ Und es wurden immer mehr, und sie wurden immer lauter." Friedel Deventer war fertig an diesem Tag, doch mit der "Deutungshoheit der documenta" will er sich nicht abfinden. Mit seinen Freunden will er sich erneut auf den Weg machen und Mittwoch um 17.30 Uhr die Neue Galerie besuchen. "Ich habe dort und im Palais Bellevue Kunstwerke gesehen – da sträuben sich mir die Haare. Ganz offensichtlich ist Herr Szymzcyk deutschenfeindlich."

Schrumpfköpfe und Ursula von der Leyen

Besonders an den Schrumpfköpfen von Sergio Zevallo macht er das fest. "Zevallo hat dort Schrumpfköpfe von Ursula von der Leyen, Christine Lagarde und Jens Weidmann ausgestellt und fordert auf, diese Menschen mit schamanischem Ritual in Schrumpfköpfe zu verwandeln. Das ist für mich ein Aufruf zum Mord."

Diese Ressentiments gegen Deutschland sind für Deventer kein Einzelfall. "Nur etwas weiter hängt die Nazi Wand von Piotr Uklanski. Jede Menge Köpfe aneinander gereiht. Wo ist da die Kunst? Und ganz unten als Siebter von rechts ist der junge Joseph Beuys. Was soll das? Für mich sagt dieses Bild aus: Alle Deutschen sind Nazis." Im Palais Bellevue muss sich Deventer schon wieder aufregen. Dort wird ein Gallindo-Video gezeigt. Eine verängstigte Frau flüchtet vor einem Panzer. "Dass es ein deutsches Fabrikat ist, ist für mich nicht das Thema. Aber dieser Leopard trägt das deutsche Hoheitsabzeichen, gehört zur Bundeswehr. Deutsche Panzer verfolgen keine einzelnen Frauen und versetzen sie in Todesangst. Hier zeigt sich eine verquere Weltsicht. Wo sind Bilder von Erdogan, Assad, Putin oder Trump?"

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