Fenster auf – bei Minusgraden: Hessische Lehrer fordern Schneefrei

Der GEW-Kreisvorstand demonstrierte auf der Treppe des Kasseler Rathauses, um auf die Schwierigkeiten und Belastungen, im Schulalltag aufmerksam zu machen.
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Der GEW-Kreisvorstand demonstrierte auf der Treppe des Kasseler Rathauses, um auf die Schwierigkeiten und Belastungen, im Schulalltag aufmerksam zu machen.

Die Strategie der Stadt Kassel zur Coronabekämpfung, die mit der Parole „Fenster auf – Corona raus“ formuliert wurde, wird in dieser Woche schwierig.

Kassel. Dazu äußert sich der GEW-Kreisverband Kassel-Stadt in einem offenen Brief: „Angesichts der angekündigten Minustemperaturen fordern wir Sie auf, an den Tagen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Kältefrei für alle Schüler*innen zu erklären, die derzeit im Präsenzunterricht sind. Immer wiederkehrendes und anhaltendes Lüften bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius, den Vorhersagen nach von mehr als unter -10 Grad Celsius, ist unzumutbar.

Bei der nun zu erwartenden bitteren Kälte rächt sich jetzt die Weigerung der Stadt Kassel, entgegen wissenschaftlicher Erkenntnis und obwohl das Land Mittel zur Verfügung gestellt hat, geeignete Luftfilter für Klassenräume anzuschaffen.

Auch im Landkreis Kassel sind diese Geräte kaum im Einsatz. Die angeschafften CO2-Ampeln ändern leider nichts an der Strategie, mit Lüften und Maskenpausen auf dem Hof gegen die Gefahr anzugehen. Unter den beschriebenen Bedingungen ist Unterricht vor Ort nicht möglich.

Für alle Schulen der Stadt und des Landkreises Kassel muss gelten: Wechsel zum Distanzunterricht in allen Schulen und Schulformen in der Stadt und dem Landkreis Kassel für die kommende Woche!“

Der Winter wird lang –

Mehr Schutz an den Schulen

Schon vor zwei Wochen demonstrierten die Lehrer für bessere Pandemie-Bedinungen vor dem Kasseler Rathaus, um auf die Schwierigkeiten und Belastungen, die derzeit im Schulalltag herrschen, aufmerksam zu machen. Auf den Stufen des Rathauses forderten sie kostenlose FFP2 Masken, geeignete Luftfilter in allen Räumen, Tests wöchentlich und vor Ort in den Schulen, zwingende sofortige PCR Tests für Lernende und Lehrende aus Lerngruppen, in denen es Infektionsfälle gibt, Wechselunterricht in kleinen Gruppen für alle Schulformen, bis die Infektionsgefahr gebannt ist, Distanzunterricht darf nur eine Notlösung bleiben und Verzicht auf zentrale Prüfungen in den Schulformen, die zu einem Haupt- oder Realschulabschluss führen.

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