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Fenster wiegt 350 Kilo Glaswand der Markuskirche nach Sanierung komplett

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Von: Victor Deutsch

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Hoch hinaus:  Mit Halteseilen wurde das 350 Kilogramm schwere Fenster in die richtige Position für den Einbau gebracht. © Helge Kuhn

Weil eine Sanierung im eingebauten Zustand nicht möglich war, wurde ein Buntglasfenster der Kirche in der Kasseler Südstadt nach der Überrabeitung nun per Kran wieder eingebaut.

Kassel. Es ist ein Schwergewicht, das erneuerte Buntglasfenster der Markuskirche in der Südstadt. Gestern (23.07.) wurde das 350 Kilogramm schwere Fenster in 20 Metern Höhe eingesetzt. Es ist Teil einer aus mehreren Elementen bestehenden bunten Glaswand hinter dem Altar.

„Eine Sanierung des Fensters im eingebauten Zustand war nicht möglich. Die alten, drei Zentimeter dicken Gläser waren stark beschädigt, der Stahlrahmen korrodiert und der Beton abgeplatzt“, sagt Helge Kuhn, Architekt im Evangelischen Stadtkirchenamt Kassel. Bereits im letzten Herbst wurde das alte Fenster ausgebaut und in der Weimarer Werkstatt der Glasmalerei Ernst Kraus in mehrmonatiger Arbeit komplett rekonstruiert. „Die neuen Schmelzgläser und der Stahlrahmen sind hochwertig gefertigt, der verwendete Beton ist aus einer innovativen Rezeptur hergestellt und frostgeprüft“, so Kuhn. Das neue 1,80 auf 1,87 Meter große Fenster konnte nun mit Unterstützung des Dachdeckerbetriebs Konrad Rudolph aus Schauenburg in die Glaswand eingefügt werden.

Auch eine der drei markanten Rosettenfenster soll ab August saniert werden – diesmal vor Ort. Eine Rosette wurde bereits vor Jahren erneuert.

Die Evangelische Markuskirche in der Richard-Wagner-Straße wurde nach einem Entwurf von Prof. Diez Brandi, Göttingen, von 1957 bis 1960 im neu besiedelten Auefeld erbaut und am 20. März 1960 eingeweiht. Das mächtige Bauwerk leuchtet bei Dunkelheit in seinen Rosetten und im offenen Teil des Turmes (Campanile) von innen her eindrucksvoll, so dass die Kirche von weithin zu sehen ist. Vor allem vom Weinberg aus hat man einen schönen Blick auf sie.

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