Fernsehen während der Autofahrt: Polizei erwischt 21-Jährigen

Am Dienstagabend ertappte die Polizei einen 21-Jährigen beim Fernsehen während der Autofahrt. Er war ohne Licht dafür aber mit eingeschaltetem Smartphone unterwegs.

Kassel.  Es gibt nichts was es nicht gibt, dachten sich die Beamten am Dienstagabend, als sie einen Autofahrer beim Fernsehen schauen ertappten. Ohne Licht, aber mit eingeschaltetem Smartphone, auf dem das Programm eines Streaming-Dienstes lief, war ein 21-Jähriger aus Kassel in seinem Wagen unterwegs. Die gefährliche Fahrt kostet ihn nun 100 Euro und den Eintrag eines Punktes in der Verkehrssünderdatei.

Wie die Polizei berichtet, waren sie auf der Frankfurter Straße stadteinwärts auf Streife unterwegs, als sie gegen 20.30 Uhr auf einen schwarzen Kleinwagen aufmerksam wurden, der ohne Licht unterwegs war. Sie fuhren auf den beiden in Richtung Stadtmitte führenden Fahrstreifen links neben das Auto, um den Fahrer auf die ausgeschalteten Scheinwerfer aufmerksam zu machen. Auf gleicher Höhe stoppten beide gegenüber der Usbeckstraße an einer roten Ampel. Der Fahrer starrte auf seinen Tacho, nahm weder den Funkstreifenwagen noch die Handzeichen der Beamten war. Erst als die Schutzleute mit der Taschenlampe in den Kleinwagen leuchteten, schreckte der Fahrer hoch. Als er dann die Polizisten erblickte, griff er zu seinem Tacho und steckte sein Smartphone anschließend unter eine Jacke auf dem Beifahrersitz. Die Beamten wiesen den jungen Mann an, rechts ran zu fahren. Bei der anschließenden Kontrolle lag das Handy mit eingeschaltetem Bildschirm auf dem Beifahrersitz. Die Streaming-App war noch geöffnet und der 21-Jährige räumte ein, während der Heimfahrt Fernsehen geschaut zu haben. Nun muss sich der junge Autofahrer wegen des Nutzens des Smartphones während der Autofahrt verantworten. Seit Oktober 2017 muss das Mobiltelefon nämlich nicht erst in die Hand genommen werden, bevor ein Verstoß vorliegt, sondern die Nutzung in Verbindung mit der längeren Blickzuwendung reicht nun aus. Mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren, eingeschaltetem Autolicht und ausgeschaltetem Smartphone durfte der junge Mann schließlich seine Fahrt fortsetzen.

Rubriklistenbild: © Goss Vitalij - Fotolia

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