Festnahme mit Brecheisen: Geschäftseinbrecher sofort gestellt

Ein aufmerksamer Zeuge stellt einen 55-Jährigen Einbrecher. Dieser hat das Brecheisen noch in der Hand und gesteht mehrere Geschäftseinbrüche.

Kassel. Noch mit dem Brecheisen in der Hand nahm ein aufmerksamer Zeuge am Sonntagnachmittag einen 55 Jahre alten mutmaßlichen Einbrecher in einem Kasseler Steuerbüro fest. Der Festgenommene, der bereits für einen Einbruch in eine Schule in der Nacht zum Samstag dringend verdächtig ist, räumte gegenüber Beamten der Kasseler Kripo am Montag gleich mehrere Geschäftseinbrüche ein. Der Tatverdächtige, der bereits hinlänglich wegen Einbruchsdelikten bei der Polizei bekannt ist, soll einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft gegen ihn entscheidet.

Der 40 Jahre alte Zeuge war am Sonntag, gegen 15.40 Uhr, auf dem Weg zu einem Sportstudio in dem Gebäude an der Erzbergestraße im Treppenhaus im Vorbeigehen auf die gewaltsam aufgebrochene Tür des Steuerbüros im 1. OG aufmerksam geworden. Wenige Augenblicke danach begegnete ihm dort der 55-Jährige, der noch das Brecheisen in der Hand hielt und einen Stoffbeutel mit einer erbeuteten Geldkassette aus den Büroräumen dabei hatte. Dem Zeugen gelang es, den Tatverdächtigen, der keine Gegenwehr leistete, festzuhalten und die Polizei zu verständigen. Wie sich herausstellte, konnte die Streife des Reviers Mitte einen alten Bekannten in Empfang nehmen. Der 55-Jährige war bereits im Zusammenhang mit dem Einbruch in die Kasseler Hegelsbergschule in der Nacht zum Samstag festgenommen worden, musste aber in diesem Fall letztlich mangels Haftgründen zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Nach seiner erneuten Festnahme am Sonntag, führte die Vernehmung nun aber zu dem Geständnis des 55-Jährigen und seiner Vorführung vor den Haftrichter. Seit Mitte Oktober räumte er die Einbrüche in die Räume eines Pflegedienstes an der Wilhelmshöher Allee, in die Büroräume einer Computerfirma an der Kurfürstenstraße, in die Geschäftsräume der Städtischen Werke sowohl in der Eisenacher Straße als auch im "Königstor", den versuchten Einbruch in ein Vereinsheim am Auedamm sowie den Aufbruch eines Automaten in der Orthopädischen Klinik in Bad Wilhelmshöhe ein. Als Grund für die Taten, bei denen er Bargeld oder elektronische Geräte erbeutet hatte, nannte er den Ermittlern die Finanzierung seiner Drogensucht.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Andreas Gebert/dpa

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