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Der Nikolaus seilte sich ab

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Winken den Kindern im Innenhof: (v. li.) Nikolaus (Tobias Mühlhoff), Olaf der Schneemann (Luca Hohbein), und Feuerwehrmann Erik Lindart.
254462V.jpg © Fleur C. Taubert

Feuerwehrleute zaubern kranken Kinder am Klinikum Kassel ein Lächeln ins Gesicht

Kassel. Wenn Nikolaus, Olaf der Schneemann und ein Feuerwehrmann an der Fensterscheibe klopfen, ist es ein besonderer Nikolaustag. Zu einer gemeinsamen Nikolausaktion der Höhenretter der Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Kassel an der Kinderklinik des Klinikums Kassel kam es am Dienstagabend.

„Sich aus 20 Metern abzuseilen ist nicht einfach, vor allem im Kostüm. Die Kollegen haben bei den kleinen Patienten für großes Erstaunen gesorgt“, betont Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek nach der Abseilaktion. Die Geschenke wurden gespendet vom Kreisfeuerwehrverband Kassel-Land. „Es handelt sich um eine bundesweite Aktion der Feuerwehren, die so in Nordhessen in 2022 einzigartig ist. Wir freuen uns über die strahlenden Kinderaugen“, so Mazassek. Besonders die Kinder auf der Onkologie können ihre Zimmer nicht verlassen und erhielten so die Möglichkeit einen Gruß vom Nikolaus zu erhalten.

Insgesamt 200 Tüten waren im Gepäck. Über Süßigkeiten, Malbücher und Bücher aus der Brandschutzerziehung des Landes gab es große Freude. Die Geschenke wurden nach der Abseilaktion im Atrium des Klinikums verteilt. „Bei uns geht kein Kind leer aus. Auch Geschwisterkinder der Patienten bekommen ein Geschenk vom Nikolaus“, betont der Kreisbrandinspektor. Bereits seit Jahren werden durch Höhenrettungsgruppen der Feuerwehren in Deutschland in der Vorweihnachtszeit Veranstaltungen durchgeführt. Ziel ist es, den Kindern eine Freude zu machen und gleichzeitig auf die Arbeit der Feuerwehren hinzuweisen. Erstmalig wurde nun eine Abseilaktion in der Region Kassel durchgeführt.

Im Moment befindet sich die Höhenrettungsgruppe noch im Aufbau und ist noch nicht einsatzfähig. Landkreis Kassel und Stadt Kassel sind derzeit noch in Gesprächen zur Gruppengründung. In Zukunft soll die Höhenrettungsgruppe 20 Feuerwehrkräfte stark sein, so heißt es aus Feuerwehrkreisen. Für eine einsatzfähige Gruppe müssen spezielle feuerwehrtechnische Ausbildungen in der Höhenrettung absolviert werden.

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