Finanziell verhoben? "A.R.M.drücken" soll Finanzloch stopfen

A.R.M., ARM, Weinkirche, Lolita Bar, Werner-Hilpert-Straße, Club, Wiese

„Wir müssen uns mal wieder alle so richtig dolle in den A.R.M. nehmen“ steht auf dem Club-Flyer, der für ein Benefiz-Festival-Wochenende wirbt.

Kassel. Seit Jahren trinken, tanzen und treffen sich auf dem A.R.M-Gelände in der Werner-Hilpert-Straße 22 die Nachtschwärmer. Doch nun scheint der beliebte Treffpunkt der Clubszene – ein wichtiges Stück Kasseler Jugendkultur – in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken.

"Wir müssen uns mal wieder alle so richtig dolle in den A.R.M. nehmen" steht auf dem Flyer, der für das Benefiz-Festival-Wochenende "Das große A.R.M. drücken" am 13. und 14. Januar wirbt.

Anlass für das Event soll – wie uns berichtet wurde – ein Finanzloch sein, das dem Club-Gastronom durch die Renovierung des Festkellers "Weinkirche" entstanden ist. In 2013 wurde der neogotische Weinkeller von 1863 für 1,5 Millionen Euro aufwendig von Club-Betreiber Ralph Raabe restauriert und dient seitdem als Party- und Event-Location (u.a. fanden dort schon Veranstaltungen der GWH, Promotion Nordhessen und eine Whiskey-Messe statt).

Doch das aufgehübschte Gewölbe soll durch die hohen Kosten nun den allgemeinen Betrieb in Schieflage gebracht haben. Während Raabe nicht auf mehrmalige EXTRA TIP-Anfragen reagierte, ist in dem Flyer Klartext zu lesen: "Jeder von uns hatte so seine Baustellen. Unsere zum Beispiel hat am Ende so viel gekostet, wie ein Flughafen. Das war weiß Gott anders geplant, aber hey – shit happens! Allerdings muss die Kuh deshalb jetzt dringend auch mal runter vom bedenklich knirschenden Eis."

Deshalb wurden für das Festival alle Partycrews der A.R.M.-Familie zusammengetrommelt – darunter die Crew von e-lecrtibe, WG der Liebe, Supa, Nachschwung Rost und viele mehr. Laut EXTRA TIP-Infos verzichten die Künstler dabei auf ihre Gagen. Der Erlös soll dafür verwendet werden, um die drückenden Kredite der für Kassel wichtigen Kulturstätte zu stopfen. Tickets für das Wochenende sind ab sofort erhältlich.Weitere Infos zum Festival gibt es hier.

Kurz vor Redaktionsschluss erfuhr der EXTRA TIP aus dem A.R.M.-Umfeld, dass derzeit darüber nachgedacht wird, einen Förderverein zu gründen, der sich künftig um die Programmplanung- und Durchführung kümmern soll. Damit könne bei der Stadt auch eine Kulturförderung beantragt werden.

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