Fliegerbombe in Kassels Vorderem Westen - Entschärfung verlief ohne Zwischenfälle

Während der Entschärfung mussten die Bewohner der Westendstraße, zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und Königstor, ihre Wohnungen verlassen. Für die Bewohner wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Kassel.  Heute Morgen ist bei Bauarbeiten in der Kasseler Westendstraße eine 125 kg schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde am Abend am Fundort durch Spezialisten des Kampfmittelräumdiestes entschärft.

Aktualisiert um 19.30 Uhr

Um 18.48 Uhr gaben die Entschärfer des Kampfmittelräumdienstes Entwarnung. Die 125 kg schwere amerikanische Fliegerbombe ist entschärft worden und somit geht von dem Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg aktuell keine Gefahr mehr aus. Bis zum Abtransport wird die innere Absperrung rund um die Westendstraße noch kurz aufrechterhalten.

Die Anwohner in dem direkt betroffenen Bereich, überwiegend aus der Westend- und der Motzstraße, können im Anschluss wieder zurück in ihre Wohnungen und alle anderen Anlieger dürfen nun ihre Wohnungen oder andere Gebäude auch wieder verlassen. Die Sperrungen zwischen der Kölnischen Straße und der Wilhelmshöher Allee sowie zwischen der Querallee und der Karthäuser Straße werden aufgehoben.

Der gesamte Bereich war seit etwa 15 Uhr für insgesamt knapp vier Stunden für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt worden. Dabei kam es im Kasseler Berufsverkehr teilweise zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Maßnahmen hatten heute Morgen gegen 10 Uhr begonnen, als der Blindgänger bei Bauarbeiten in der Westendstraße gefunden wurde. In der Folge sind im Umkreis von etwa 300 Metern durch die Feuerwehr alle Anwohner evakuiert und durch die Polizei der Großraum für jeglichen Verkehr gesperrt worden. Die durch die Maßnahmen direkt betroffene Bevölkerung ist unter anderem durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei jeweils zu den gerade stattfindenen Maßnahmen informiert worden.

Aktualisiert um 19.05 Uhr

Nachdem die im Gefahrenbereich direkt betroffenen Wohnungen geräumt worden sind und die nicht im Gefahrenbereich befindlichen Bewohner aufgefordert wurden, in ihren Wohnungen zu bleiben, werden die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der 125 kg schweren amerikanischen Fliegerbombe in Kürze beginnen.

Die Arbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Währenddessen kann es auch zu Knallgeräuschen kommen. Die Bevölkerung wird um Geduld gebeten. Weiterhin wird dringend darum gebeten, in den Wohnungen und Gebäuden zu bleiben und sich in dem genannten Bereich nicht draußen aufzuhalten.

Dazu ist weiterhin der gesamte Bereich zwischen der Kölnischen Straße und der Wilhelmshöher Allee sowie zwischen der Querallee und der Karthäuser Straße für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt. Auch Busse und Straßenbahnen fahren dort nicht mehr. Ortskundige werden gebeten, diesen Bereich großräumig zu umfahren.

Aktualisiert um 16.54 Uhr

Während die Feuerwehr aktuell mit der Evakuierung bzw. Räumung des betroffenen Bereichs befasst ist, werden zusätzlich Lautsprecherdurchsagen durch die Polizei durchgeführt und die Bewohner zum Verbleib in ihren Wohnungen aufgefordert.

Zur Vorbereitung der Entschärfung der Fliegerbombe sind bereits mehrere Straßen für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt. Betroffen ist der gesamte Bereich zwischen der Kölnischen Straße und der Wilhelmshöher Allee sowie zwischen der Querallee und der Karthäuser Straße. Auch Busse und Straßenbahnen werden dort nicht mehr fahren. Ortskundige werden gebeten, diesen Bereich großräumig zu umfahren. Erst wenn sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich aufhält, wird mit der Entschärfung begonnen.

Aktualisiert um 15.52 Uhr

Die Feuerwehr Kassel beginnt in diesen Minuten mit der Evakuierung der direkten Anlieger der Baustelle, auf der am heutigen Morgen eine amerikanische Fliegerbombe gefunden wurde. Evakuiert werden alle Anwohner, die direkten Blick auf die Baugrube in der Westendstraße haben.

Evakuiert werden die Bewohner folgender Häuser:

Motzstraße (komplett)

Friedrich-Ebert-Straße 67

Westendstraße 1- 5 und 2 – 10

Königstor 43 – 45 A; 52 und 54 sowie 41 – 43.

Für die Bewohner wurde eine Betreuungsstelle in der Albert-Schweitzer-Schule in der Kölnischen Straße eingerichtet. Dort kümmern sich Helfer der Betreuungszüge von DRK und Johanniter-Unfall-Hilfe um die Evakuierten. Betroffen von der Evakuierung sind etwa 360 Personen.

Wer mobilitätseingeschränkt ist und seine Wohnung nicht selbstständig verlassen kann, soll sich bei der Feuerwehr Kassel unter Telefon 19 222 melden.

In einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle können sich alle anderen Anwohner während der Entschärfung in ihren Wohnung aufhalten. Sie sollen sich aber von den Fenstern fernhalten. Anwohner sollen sich in ihren Wohnungen möglichst auf die Gebäudeseite begeben, die der Westendstraße abgewandt ist. Dies betrifft im Prinzip den Bereich zwischen Wilhelmshöher Allee, Karthäuser Straße, Kölnische Straße und Querallee. Dieser Bereich wird auch von der Polizei gesperrt.

Die Bombe ist 125 Kilogramm schwer, davon sind 60 Kilo Sprengmittel. Der Blindgänger verfügt über zwei Zünder. Die Bombe muss noch heute entschärft werden.

Die Feuerwehr Kassel sowie die Sanitäts- und Betreuungszüge sind mit etwa 100 Einsatzkräften vor Ort. Alarmiert wurden alle sieben Freiwilligen Feuerwehren, die Sanitätszüge von DRK und ASB sowie die Betreuungszüge von DRK und JUH. Hinzu kommen etwa 60 Polizeibeamte.

Straßenbahnen werden umgeleitet

Die Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 7 und 8 umgeleitet. Busse und RegioTrams fahren regulär.

Linie 1 fährt Wilhelmshöhe (Park), Walter-Schücking-Platz zum Druseltal

Linie 3 wird geteilt: Mattenberg bis Stadthalle / Auestadion bis Ihringshäuser Straße

Linie 4 fährt ab Kaufungen-Papierfabrik über das Auestadion zum Schulzentrum Brückenhof

Linie 7 wird geteilt: Mattenberg bis Stadthalle / Auestadion bis Wolfsanger

Linie 8 fährt Kaufungen-Papierfabrik zum Auestadion. Bus-Ersatzverkehr für

Linie 8 ab Bahnhof Wilhelmshöhe über Bebelplatz zur Hessenschanze.

Mit Verspätungen und Fahrtausfällen im gesamten Kasseler ÖPNV-Netz ist zu rechnen.

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