Flüchtlinge werden gezielt vor giftigen Pilzen gewarnt

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Laut Experten kann der Knollenblätterpilz mit Champignons oder dem im Mittelmeerraum verbreiteten essbaren Eier-Wulstling verwechselt werden.

Weil er einem im Mittelmeerraum verbreiteten, essbaren Pilz ähnlich sieht, birgt der Knollenblätterpilz eine hohe Vergiftungsgefahr

Region.  In Niedersachsen ist es wieder zu fünf Vergiftungen mit Knollenblätterpilzen gekommen. Bereits in 2015 wurden 30 Vergiftungsfälle gemeldet und Warnhinweise veröffentlicht. Die Vergiftungen traten bei Flüchtlingen auf und führten zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Daher warnt man auch in unserer Region jetzt ganz gezielt vor den Gefahren.

 In Deutschland gibt es sehr giftige Pilzarten, die essbaren Pilzen aus anderen Teilen der Welt ähnlich sind. So hat ein essbarer Pilz in Syrien anscheinend zu Verwechslungen mit dem deutschen Knollenblätterpilz geführt. Dieser hat keinen unangenehmen Beigeschmack und erste Krankheitsymptome treten erst nach vielen Stunden auf. Der Knollenblätterpilz ist für über 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen verantwortlich. Zunächst kommt es zu Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit und Erbrechen und Durchfall. Nach ein bis zwei Tagen treten Leberschäden, Blut- und Nierenfunktionsstörungen, im schlimmsten Fall ein komplettes Leberversagen auf, so dass nur noch eine Lebertransplantation das Leben eines Patienten retten kann.

Daher gibt es seit dem Vorfall 2015 gezielte Warnungen für Flüchtlinge und Asylsuchende. Dennoch ist es in diesem Jahr zu vermehrten Vergiftungsfällen gekommen.

Daher lautet der dringende Rat, keine Speisepilze zu sammeln und zu essen, wenn man sich mit den in Deutschland wachsenden Pilzen nicht auskennen sollte. Besteht der Verdacht auf eine Pilzvergiftung, sollte man sich sofort an das nächste Krankenhaus wenden und möglichst Erbrochenes oder Reste der Pilzmahlzeit mitnehmen.

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