SPD fordert Maßnahmen gegen "Pick-up Bootcamps"

Lisa Gnadl (SPD): Kein Platz für sexistische und menschenverachtende Seminare

Region. Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Lisa Gnadl hat sich entsetzt über die Vermarktung von sexualisierter Gewalt durch die Firma RSD und ihren Vorredner Julien Blanc gezeigt. "Es ist widerlich, wie dieser selbsternannte "Pick-up-Artist" in Bootcamps Männer darin trainiert, Frauen durch physische und psychische Gewalt zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Wir müssen verhindern, dass RSD in Hessen seine Abschleppseminare durchführen kann. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann prüft derzeit, ob er das Seminar verbieten kann. Das unterstützen wir. RSD darf keine Räume zur Verfügung gestellt werden. Australien und Brasilien haben Blanc bereits sein Visum entzogen. Herr Blanc und seinen menschenverachtenden Ideologien darf in Hessen keine Plattform geboten werden", sagte Gnadl am Dienstag in Wiesbaden.

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hatte bereits auf die gewaltverherrlichenden Aktivitäten hingewiesen. Tatsächlich würden in den Seminaren nicht nur sexistische, frauenverachtende Inhalte vermittelt, sondern auch Gewaltpraktiken in Clubs und auf der Straße regelrecht eingeübt. Obwohl die Texte an Dummheit kaum zu überbieten seien, zeigten sie doch die Verharmlosung des immer noch herrschenden gesellschaftlichen Gewaltverhältnisses gegen Frauen als sportliche Übung und Zeitvertreib. Unter dem Vorwand, schüchterne Männer zu Verführern zu machen, würden Frauen als willige Opfer dargestellt und den Kursteilnehmern physische und psychische Gewalt anempfohlen.

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