Frauen hatten das beste Auge

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Kassel. Noch nie hatte die Jury so kontrovers dikutiert: Hanne Spuck und Faye Hintke gewinnen den UPK-Kunstpreis 2013.

Kassel. Die kleinste Arbeit war auch die beste: Für ihre aquarellierte Fotoarbeit "Wege" gewann Hanne Spuck am Donnerstagabend den mit 5.000 Euro dotierten UPK-Kunstpreis 2013 in der Kategorie professionelle Künstler.  "Ich dachte, die haben sich vertan", zeigte sich die Kirchditmolderin überrascht über die Entscheidung der Jury, die laut Brigitte Bergholter in diesem Jahr besonders kontrovers diskutiert hatte. Ein Luxusproblem, fand auch Sruel Prajs, Geschäftsführer Unternehmenspark Kassel, der den Preis bereits zum fünften Mal gemeinsam mit Volkswagen Original Teile Logistik ausgelobt hatte. "Es ist toll zu sehen, wie vielfältig die Kunstszene in Kassel und Umgebung ist. Und es ist uns eine Ehre, diese Kunst zu fördern ", so  Prajs. Dem konnte  Michael Scholtyssek, Geschäftsführer Volkswagen Original Teile Logistik und ebenfalls Jurymitglied, nur beipflichten.

Thema "Menschen und Perspektiven"

Der erste Preis in der Kategorie studierende Künstler ging an Faye Hintke. Das Siegerfoto  der 26-Jährigen, die an der Kasseler Kunstuni Fotografie studiert, zeigt eine Frau in einem Betonbungalow am Meer, den Blick gerichtet auf einen Mann. Beide Siegerarbeiten würden das diesjährige Thema des UPK-Kunstpreises, "Menschen und Perspektiven", nicht beantworten, sondern als Frage visuell zurückwerfen, so Nina Tabassomi, Kuratorin im Museum Fridericianum, in ihrer Laudatio.

Nach der Verkündung  mischten sich Künstler und Besucher in den proppenvollen Gängen des UPK-Verwaltungsgebäudes, diskutierten über die zwischen 200 und 4000 Euro teuren Arbeiten und genossen die Köstlichkeiten der Fliegenden Köche,  die  – wie die blitzgeräucherte Ente auf Studentenfutterbulgur im Glas mit Korianderjoghurt  – nicht minder kunstvoll daherkamen.

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