Frauenpower in der Kirche

Sehr geehrte Professorin Dr. Beate Hofmann. sehr geehrte Pröpstin Annegret Puttkammer,

eine von Ihnen wird demnächst den charismatischen Bischof Professor Dr. Martin Hein ablösen, der sich in den verdienten Ruhestand begeben wird. Ich drücke heute schon der Landessynode im Mai die Daumen, dass es ihr gelinge, die Richtige für die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck zu wählen. Ich tippe heute schon, dass die Wahl lange dauern wird. Schließlich muss eine von Ihnen die absolute Mehrheit der Wahlberechtigten für sich gewinnen.

Wird auf den Professor eine Professorin folgen? Sie, Frau Hofmann, lehren aktuell an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel engagieren sich in den Bereichen Diakonie und Erwachsenenbildung und in puncto Chancengleichheit in der Evangelischen Kirche Deutschlands. Promoviert haben sie in München an der Ludwig-Maximilians-Universität zum Thema „Der Bayerische Mütterdienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche“. Sie waren anschließend theologische Studienleiterin des Fortbildungszentrums der Diakonie Neudettelsau. Sie sind in zweiter Ehe mit dem katholischen Physiker Dr. Stefan Geis verheiratet, spielen Harfe und Klavier und finden Ihren Ausgleich bei Sport und Gartenarbeit.

Folgt auf den „Außenminister der Evangelischen Kirche Deutschlands“ eine „Unterwegs-Bischöfin“? Sie, liebe Pröpstin Annegret Puttkammer, haben bei der Vorstellung mit bildstarker Sprache beeindruckt. Ihr Vergleich zwischen Ihrem Hobby Wandern und der Kirche machte allen klar, wie sie in schwierigen Situationen agieren. Was auch immer geschieht, Sie verlieren Ihr Ziel nicht aus den Augen. Vor Problemen verkriechen Sie sich nicht, sondern lösen sie sofort mit den Betroffenen. Und Sie verstehen es, Ihre Kräfte einzuteilen.

Wie mir unser langjähriger Landtagspräsident Norbert Kartmann erzählt hat, haben Sie auch verstanden wie wichtig Netzwerken ist. Das werden einige, die von sich glauben, Führungskräfte zu sein, wohl nie kapieren und bleiben deshalb drittklassig. Sie, liebe Frau Puttkammer engagieren sich im Regionalmanagement Mittelhessen. Für Nordhessen wäre allein das schon ein Gewinn.

Mir als bekennendem Katholiken bleibt mit Blick auf Ihre Wahl nur der Neid. Frauen in so einer Position sind bei uns leider noch undenkbar. Überhaupt kann ich im Moment nur sagen, dass mir der Blick auf meine Kirche kein Grund zur Freude ist. Auch unserem aktuellen Papst ist es nicht gelungen, den Gordischen Knoten durchzuschlagen und die ekelerregenden Kinderschänder den weltlichen Gerichten zuzuführen. Einfach nur schlimm!

Mit religiösen Grüßen

Rainer Hahne

Chefredakteur

 P.s. In Australien wird doch gerade einer der höchsten Würdenträger der katholischen Kirche in den Knast gesteckt. Warum passiert das bei uns nicht? Warum werden bei uns Kinderschänder von der Kirche geschützt?

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