Der Freiheit so nah: Urlaub mit mobilen Heimen - Camping boomt

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Kommen aus Dänemark und waren bisher noch nie in der documenta-Stadt: Peter und Betina Munkholm wollen in Östereich Urlaub machen. Weil Kassel in der Streckenmitte liegt, machten sie hier Station.
Gerhard Roth legte in Kassel eine Zwischenstopp ein, um sich den Herkules anzuschauen. Danach ging es weiter Richtung Norwegen.
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Gerhard Roth legte in Kassel eine Zwischenstopp ein, um sich den Herkules anzuschauen. Danach ging es weiter Richtung Norwegen.
Sabine und Susanne Peter kommen gerade vom Wanderurlaub in Erfurt. Bevor es mit ihrem 6,8 Tonnen schweren Wohnmobil weiter in ihre Heimat Herfurt geht, kehrten sie auf den Kasseler Platz ein, um sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen.
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Sabine und Susanne Peter kommen gerade vom Wanderurlaub in Erfurt. Bevor es mit ihrem 6,8 Tonnen schweren Wohnmobil weiter in ihre Heimat Herfurt geht, kehrten sie auf den Kasseler Platz ein, um sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen.
Auf dem Weg zur Nordsee: Weil eine Kollegin von Brigitte Wieland so von Kassel geschwärmt hat, legte sie mit ihrem Mann Bernd eine Pause in Nordhessen ein, bevor es weiter Richtung Meer geht.
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Auf dem Weg zur Nordsee: Weil eine Kollegin von Brigitte Wieland so von Kassel geschwärmt hat, legte sie mit ihrem Mann Bernd eine Pause in Nordhessen ein, bevor es weiter Richtung Meer geht.
Mit dem Lada bis nach Polen: Andreas Noczynsi ist gebürtiger Kasseler, wohnt aber in Kiel. Am Montag besuchte er mit seinem Sohn seine Mutter in Kassel und übernachtete auf dem Campingplatz. Am nächsten Morgen machten sie sich weiter auf den Weg nach München. Danach stehen Prag und Polen auf dem Urlaubsplan.
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Mit dem Lada bis nach Polen: Andreas Noczynsi ist gebürtiger Kasseler, wohnt aber in Kiel. Am Montag besuchte er mit seinem Sohn seine Mutter in Kassel und übernachtete auf dem Campingplatz. Am nächsten Morgen machten sie sich weiter auf den Weg nach München. Danach stehen Prag und Polen auf dem Urlaubsplan.
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Familie Knoepfel aus Fulda sind Saisoncamper und haben ihren Wohnwagen im Sommer ebenfalls in Frielendorf stehen. Der Vorteil für sie am Camping: „Wenn wir spontan nach Kroatien wollen, bauen wir unser Vorzelt ab und los geht’s!“ Tochter Leni ist besonders begeistert, weil Meerschweinchen Oskar mitkommen kann, „der darf nämlich nicht mit ins Hotel“.
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Familie Knoepfel aus Fulda sind Saisoncamper und haben ihren Wohnwagen im Sommer ebenfalls in Frielendorf stehen. Der Vorteil für sie am Camping: „Wenn wir spontan nach Kroatien wollen, bauen wir unser Vorzelt ab und los geht’s!“ Tochter Leni ist besonders begeistert, weil Meerschweinchen Oskar mitkommen kann, „der darf nämlich nicht mit ins Hotel“.

Immer mehr Menschen zieht es in Campern auf die Straßen der Welt. Denn Camping ist pure Unabhängigkeit und Freiheit.

Kassel/Region. Der Weg ist das Ziel“, berichtet Gerhard Roth. Gemeinsam mit seiner Frau und Hund ist er auf dem Weg vom Frankenland in Richtung Norden. Bis nach Norwegen soll es gehen. Aber es soll auch viel neben der Hauptstrecke entdeckt werden. Um sich den Herkules anzuschauen, legte die Famile einen Zwischenstopp auf dem Kasseler Campingplatz ein.

So wie Gerhard geht es derzeit vielen Leuten: Einfach raus, immer der Nase nach, wohin die Straße dich führt und die Sehnsucht dich treibt. Fremde Länder entdecken. Immer mehr Menschen zieht es in Campern auf die Straßen der Welt. Denn Camping ist pure Unabhängigkeit und Freiheit. Was jahrelang bei vielen Leuten verpönt war, ist jetzt wieder hip. Und: Das Image von nassen Socken und Dosenravioli hat Campen schon lange hinter sich. Wir schauten uns auf Campingplätzen in Kassel, Wallenstein und Frielendorf um.

 Die Branche boomt, mobil Urlaub zu machen ist absoluter Trend. Und der Kasseler Campingplatz wird aufgrund seiner günstigen Lage oft als beliebte Zwischenstation von Urlaubern genutzt – und um sich natürlich die Kasseler Sehenswürdigkeiten anzusehen. „Camping ist günstig und kann entgegen aller Vorurteile auch angenehm komfortabel sein“, berichtet Gunnar Fehling vom Kasseler Campingplatz.

Auf dem Campingplatz Kassel direkt an der Fulda gelegen treffen alle Altersgruppen aufeinander. „Die Nähe zur Natur bringt ein unvergleichbares Freiheitsgefühl mit sich. Man kommt schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch.“ Was man beim Camping unbedingt beachten sollte? Gunnar Fehling hat ein paar Tipps für alle Camping-Neulinge. „Man sollte immer etwas Warmes zum Anziehen mitnehmen, falls es abends etwas kühler wird. Da man nie 100 Prozent planen kann, sollte man immer flexibel bleiben. Das ist es, was Camping ausmacht.“ Sollte doch mal etwas fehlen, helfen die offenen und freundlichen Camper aber gerne weiter.

Worauf man als Neuling achten sollte, ist, nicht zu viel Gepäck mitzunehmen. „Da das Wetter schnell umschlagen kann, sollte man zudem immer Regensachen dabeihaben. Bei Wind und Regen ist besondere Vorsicht geboten: Alle Zelte und Markisen müssen richtig abgesichert werden. “

Erster "WoMo-Trip"

Kommentar von FRANKA ALTHAUS

„Warum fliegt ihr Mädels nicht lieber in den Süden, statt im Norden campen zu gehen?“ Die Frage, die ich die vergangenen Wochen wohl viel zu oft hören musste und auf die ich zu dem Zeitpunkt noch keine Antwort hatte. Als ich mit meiner Freundin Caro letzte Woche das erste Mal mit WoMo „Emma“ in Richtung Norden fuhr, war das einzige dessen ich mir sicher war: Der Kühlschrank ist voll. Was uns allerdings nicht davon abhielt kaum eine halbe Stunde später bei McDonalds ein paar Pommes zu genießen. In Grömitz angekommen mus-ste ich beim Versuch „Emma“ in einen viel zu kleinen Platz zu buchsieren, zum ersten Mal wieder an Urlaub im Süden denken, der plötzlich doch sehr verlockend schien.

Ohne hilfsbereite Nachbarn wären wir bestimmt noch zehn Mal über den Platz gegurkt, dann hätte auch der Letzte gemerkt, dass wir blutige Anfänger waren. Unsere wunderbare Aussicht auf das Meer hat mich das allerdings alles wieder vergessen lassen. Wir sind weitergefahren, wenn wir Lust dazu hatten, geblieben, wenn es uns gefallen hat, waren nicht an Buchungen oder Fristen gebunden – alles nach eigenem Zeitplan. Das ist es auch, was meiner Meinung nach Camping ausmacht, um auf die Frage vom Anfang zu antworten: Flexibel zu sein, loszufahren wann und wohin man möchte und von nichts und niemandem abhängig zu sein, außer vielleicht meinen Allergietabletten und jeder Menge Sonnencreme. Wieder Zuhause angekommen, freue ich mich schon auf den nächsten Trip und kann euch allen sagen: Camping ist nicht nur etwas für Rentner!

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