Am Freitag öffnet Kasseler Frühlingsfest mit neuen Attraktionen

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Freuen sich auf die Premiere des neuen Fahrgeschäfts: Konny Ruppert, Bernd Nier und Sohn Mike Nier (v.l.n.r.).

Action und Außergewöhnliches erwartet die Besucher  beim Frühlingsfest der Schausteller auf dem messeplatz Schwanenwiese, das am Freitag beginnt und bis zum 13. Mai zum Bummel auf dem Rummel einlädt. 

Kassel.  Am Freitagnachmittag, 27. April, wird wieder der Duft von gebrannten Mandeln, Pommes mit Mayo und Zuckerwatte von der Schwanenwiese ausströmen. Um 15 Uhr eröffnet das Frühlingsfest für zwei Wochen und lässt Groß und Klein auf die fast 60 Fahrgeschäfte, Imbisse und Vergnügungsstände los.

 Wir haben uns den Aufbau vom Vorsitzenden des Schaustellerverband Kassel, Konny Ruppert, zeigen lassen. Die Aufbauarbeiten sind am Dienstag noch in vollem Gang. Am 800 Meter langen Rundweg werden den bereits stehenden Geschäften noch letzte Schliffe gegeben, Stahlträger geschleppt und LKWs gewendet. Auf ein Fahrgeschäft wartet Konrad "Konny" Ruppert noch ­– auf die neue Attraktion „Ghost Adventure“. „Es gibt keinen Markt für Fahrgeschäfte mehr, keiner stellt sie mehr her“, gibt Ruppert zu bedenken. Um so mehr ist er stolz darauf, dass in diesem Jahr insgesamt drei neue Attraktionen auf dem Frühlingsfest vorgestellt werden können.

 Eine davon ist das „Atlantis“. Betreiber Andy Kutschenbauer stellt mit seinem Labyrinth zum zweiten Mal auf Jahrmärkten aus und debütiert in diesem Jahr in Kassel. Zwar sei ein Labyrinth auf vielen Märkten zu finden, so Kutschenbauer, seine Attraktion biete aber durch Wasserfälle in den Gläsern das Gefühl, durch die versunkene Stadt Atlantis zu gehen.

 

Kein Labyrinth wie jedes andere: In Andy Kutschenbauers Labyrinth erkundet man die versunkene Stadt „Atlantis“.

Eine weitere Neuheit in diesem Jahr: Das „Kaleidoskop“ der Schaustellerfamilie Nier aus Kassel. Der 80 Meter lange Laufweg des Standes ist völlig dunkel, nur ausgeleuchtet von Schwarzlicht und Neonmalereien. Im Hitzeraum wird das Körpergefühl auf den Kopf gestellt: Heizstrahlern heizen einen so richtig auf und nebenan im vollklimatisierten Eisraum wird die Illusion erzeugt, man gehe auf einer brechenden Eisscholle. In anderen Räumen wird einem durch blinkende LEDs und Spiegel völlig die Orientierung genommen. Und wer jetzt noch glaubt, bei einem Besuch die Orientierung behalten zu können, darf sich freuen: Zu Beginn bekommt man Multispektralbrillen, die alles aussehen lassen, als sehe man durch ein Kaleidoskop, einem optischen Gerät, durch das man wie durch bunte Mandalas blickt. Gerade darin sieht die Familie Nier, die das Geschäft im Industriestil mit Casanovagewand gestaltete, das Novum. „Kaum jemand kennt noch Kaleidoskope, das wird die Gäste besonders interessieren“, sagt Mike Nier voraus.

Vielen Kasselern ist aufgefallen, dass der Termin für das Fest in diesem Jahr so spät ist. Das liegt am Stichtag des Schaustellerverbands. Geplant wird mit dem dritten Sonntag vor Ostern für den Jahrmarkt. Sobald der Termin aber nach dem 23. März eines Jahres feststeht, wird der Start auf den dritten Sonntag vor Pfingsten festgelegt. „Dieses Jahr hat uns die Planung recht gegeben“, so Konny Ruppert, „sonst hätten wir zwei schöne Tage und anschließend Frost gehabt.“

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