Fuchsjagd war „keine unzulässige Massentötung“

Unser Symbolbild zeigte eine Jagdgesellschaft beim „Verblasen der Strecke“ – dabei werden verschiiedene Jagdsignale amerlegten Wild des Tages geblasen. Foto: Winsmann / djv
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Unser Symbolbild zeigte eine Jagdgesellschaft beim „Verblasen der Strecke“ – dabei werden verschiiedene Jagdsignale amerlegten Wild des Tages geblasen. Foto: Winsmann / djv

Kassel/Region. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen nordhessische Jäger wegen „Massentötung von Füchsen“ eingestellt.

Kassel/Region. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat das Ermittlungsverfahren gegen drei nordhessische Hegegemeinschaften wegen "Massentötung von Füchsen"  mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Das teilten der der Rechtsanwalt der Hegegemeinschaftsleiter und der Landesjagdverband Hessen (LJV) jetzt in einer Pressemitteilung mit. Im Januar 2013 waren im ehemaligen Landkreis Hofgeismar bei einer dreitägigen  Ansitzjagd in 56 Jagdrevieren auf einer Fläche von über 30.000 Hektar 71 Füchse erlegt worden. Die Tierschutzorganisation "PETA" und eine nordhessische "Anti-Jagd-Allianz" hatten danach Strafanzeige wegen "Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz" erstattet.

"Die Strafanzeige hatte keinerlei rechtlichen Gehalt", betonte der auf Jagdrecht spezialisierte Spangenberger Strafverteidiger Ullrich Goetjes, der die Leiter der Hegegemeinschaften juristisch vertrat. "Bei der großflächigen Ansitzjagd hat es sich um eine rechtlich zulässige und sinnvolle Jagdform gehandelt. Die intensive Bejagung von Füchsen ist nach wie vor erforderlich", betonte der Anwalt. Aufgrund der "Schluckimpfung" der Füchse gegen Tollwut  sei seit den frühen 80er Jahren ein erheblicher Anstieg der Fuchspopulation zu verzeichnen. Dies führe auch zu einem Rückgang bodenbrütender Tierarten, die teilweise streng geschützt seien. Wissenschaftlichen Untersuchungen hätten gezeigt, dass durch eine intensive Fuchsbejagung der Erhalt solch streng geschützter Arten erheblich gefördert werden könne, ohne dass der Fuchsbestand im Geringsten gefährdet sei.

Des Weiteren sei eine Bejagung auch zur Vorbeugung vor Seuchen wie Tollwut, Räude und Staupe sinnvoll, da die Ansteckungsgefahr bei einer hohen Fuchspopulation durch vermehrte aggressive Auseinandersetzungen der Füchse untereinander wachse. Dass eine überhöhte Fuchspopulation vorliege, zeige sich auch im vermehrten Befall der nordhessischen Fuchspopulation mit Räude. Inzwischen grassiere dort zudem die hoch ansteckende Staupe unter Füchsen und Waschbären.Goetjes: "Die von den Erstattern der Anzeige vertretene Auffassung, dass eine Fuchsbejagung heutzutage nicht mehr erforderlich sei, ist weder wissenschaftlich noch rechtlich begründet und haltbar. Die Jäger haben sich im Landkreis Kassel bei der Fuchsbejagung rechtmäßig verhalten. Dieser Auffassung hat sich wohl auch die Staatsanwaltschaft angeschlossen."

Heftige Kritik an PETA vom Jagdverbandssprecher

"PETA hat 2013 eine ganze Reihe vergeblicher Anzeigen gegen Jäger und Fischer wegen ,Massentötung‘ oder angeblichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet", erklärt Jagdverbandssprecher Dr. Klaus Röther. Meist sei wegen deren offensichtlicher Nichtigkeit überhaupt kein Strafverfahren eröffnet worden. "PETA" erstatte diese rechtlich unhaltbaren Anzeigen – oft gemeinsam mit sektennahen Tierschutzorganisationen – jedoch in Serie, um die Medien damit vor ihren Karren zu spannen und kostenlos Mitglieder zu werben. "Leider fallen viele Journalisten auf diesen ,Tierschutzschwindel‘ herein," kritisierte der LJV-Sprecher.

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