Fürs Internet verhüllt: Herkules in Badehose sorgt für Aufsehen

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Steht ihm gut: In knalligem Rot kleidete die GrimmHeimat Nordhessen den Herkules ein, damit er auch auf facebook von hinten zu sehen sein durfte.

Pünktlich zu seinem 300. Geburtstag wurde der Held an der Spitze des Bergparks von der GrimmHeimat Nordhessen angezogen. Regionalmanager Holger Schach erklärt, warum.

Kassel. Tausende werden am Wochenende zum Bergpark pilgern, um ihren Helden zu besuchen. Der Herkules bewacht seit 300 Jahren Nordhessen – bei facebook kürzlich sogar mit Badehose. Was ist denn da passiert? Der EXTRA TIP sprach mit Regionalmanager Holger Schach.

ET: Der Herkules mit Badehose. War das Ihre Idee?

Schach: Wir hatten bei facebook eine Anzeige geschaltet. Die wurde umgehend zensiert. Die Begründung: Das Foto des Herkules wurde als anstößiger Inhalt erkannt. Die Darstellung nackter Körperteile sind bei facebook verboten. Da hatte unsere Tourismusmanagerin Ute Schulte die Idee, dem Helden eine rote Badehose anzuziehen.

ET: Wie ist das angekommen?

Schach: Wir hatten noch nie soviel Interesse an der GrimmHeimat für die wir seit acht Jahren mit dem Herkules werben. Rund 180 Artikel sind bundesweit erschienen: „Herkules trägt jetzt Badehose.“ Das geht von der „Leipziger Volkszeitung“ bis zum „Stern“.

ET: Das hatte doch sicher Folgen für Frau Schulte.

Schach: In der Tat. Sie war pausenlos damit beschäftigt, Interviewwünsche zu erfüllen.

ET: Vielleicht sollten Sie dem Herkules wirklich mal eine Badehose anziehen.

Schach: Wir sind nicht Christo. Die Badehose haben wir nur schnell am Computer konstruiert, damit die Anzeige laufen konnte. Mit einem solch enormen Medienecho haben wir nicht gerechnet.

ET: 300 Jahre Herkules. Welche Bedeutung hat der griechische Sagenheld für Nordhessen?

Schach: Kaum eine andere Region hat ein so markantes Wahrzeichen. Der Herkules spielt in einer Liga mit der Freiheitsstatue in New York oder dem Eiffelturm. Deshalb war für uns damals auch schnell klar, dass wir mit ihm für Nordhessen werben wollen. Er ist der Mittelpunkt unserer Marketingstrategie.

ET: Welchem Zweck dient denn die aktuelle Werbekampagne? Wollten Sie dem Herkules zum Geburtag gratulieren?

Schach: Nein. Wir bewerben zur zeit unsere Gästekarte „Meine Card plus“. Damit kann man als Hotelgast in Nordhessen kostenlos alle nordhessichen Freizeiteinrichtungen und den öffentlichen Personennahverkehr nutzen.

ET: Wie wird die Card angenommen?

Schach: Die teilnehmenden Hotels sind mehr als zufrieden. Und für immer mehr Gäste ist das ein zusätzlicher Anreiz, nach Nordhessen zu kommen.

ET: Gehört der Herkules auch zu den Freizeiteinrichtungen? 

Schach: Natürlich. Mit der Card kann man auch kostenlos den Herkules besuchen und von der Plattform aus den unglaublichen Blick auf Kassel genießen. Doch nicht nur das. Zur Zeit läuft auch eine hervorragende Herkules-Ausstellung im Schloss Wilhelmshöhe. Auch dort ist der Eintritt frei.

ET: Für die Nordhessen gibt es keine Card?

Schach: Natürlich. Es gibt die GrimmHeimat-Card. Die kostet fürs Jahr 65 Euro. 39 Euro für Kinder. Erhältlich in der Tourisinformation in Kassel in der Wilhelmstraße. Und natürlich online unter www.grimmheimat.de. Mit dieser Card kommt man kostenlos in mehr als achtzig Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Nordhessen. Ein tolles Geschenk.

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