Fußball-Fete im Kasseler Auestadion: KSV spielt 2:2 gegen OFC

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Zwei Last-Minute-Treffer von Shqipon Bektasi sichern Löwen einen Punkt zum Regionalliga-Auftakt im Derby gegen Offenbach - Neuer Spieler geholt.

Fußball. Was für ein Fußball-Abend im Kasseler Auestadion: Nach 90 Minuten endet das Liga-Auftakt-Derby zwischen dem KSV Hessen Kassel und den Offenbacher Kickers 2:2 (0:0). Doch nur durch zwei späte Tore von Joker Shqipon Bektasi können die Löwen einen Punkt im Auestadion behalten.

Last-Minute-Wahnsinn im Auestadion! Vor 5300 ausgepflippten Zuschauern war Bektasi der Mann des Spiels. Seine Tore in der 83. Minute und der Nachspielzeit sicherten einen Punkt - und seinem Trainer Matthias Mink ein breites Lächeln in sein Geburtstags-Gesicht.

90 Minuten lang hatten die Zuschauer ein rassiges, intensives Derby gesehen, in dem die Offenbacher Kickers insgesamt die bessere Mannschaft war. Immer wieder stellten die Südhessen die Löwen-Abwehr vor Probleme, kamen in der 13. Minute erstmals richtig gefährlich vor Kevin Rauhuts Tor, als der Keeper und Verteidiger Tim Welker den Ball nicht entscheidend klären konnten. Auch Klaus Gjasulas Volley-Knaller hätte die OFC-Führung bedeuten können (37.).

Und Kassel? Die kamen mal durch Tobias Damm gefährlich vors Tor, der allerdings einen scharfen Ball verpasste (19.) oder durch Jungspund Mike Feigenspan, dessen Schuss aus 20 Metern drüber ging (43.).

0:0 - so ging es in die Pause.

"Ihr müsst emotionaler werden", forderte KSV-Trainer Matthias Mink in der Pause. Doch seine Mannschaft wurde böse überrascht nach dem Seitenwechsel: Martin Roeser macht das alleine klasse und sein Schuß donnert zum 0:1 aus Kasseler Sicht ins Tor (52.). Und nach exakt einer Stunde kam es noch bitterer: Hohe Hereingabe, Kopfball Benni Pintol - 0:2. War's das etwa?

Nein. Denn Mink bewies ein glückliches Händchen und wechselte Rakete Shqipon Bektasi ein (71.). Und der Anfang der Woche mit Magen-Problemen ausgeschaltete Angreifer wirbelte nur so über den Platz: Kopfball nach Pepic-Flanke (74.) - gehalten. Fernschuss (76.) - drüber. Flachschuss (79.) - vorbei.

Doch nicht nur die Löwen auch die Fans merkten: Da geht heute noch was. Und tatsächlich. In der 83. Minute schickt Comvalius Bektasi steil über links und der Angreifer verkürzt zum 1:2. Jetzt war die Hölle los im Stadion, alle hofften aus den Ausgleich - der kam: In der Nachspielzeit bekommt der KSV eine Ecke, Bektasi steigt am höchsten - 2:2, Ausgleich. Danach war Schluss.

"Ich habe auch schon mal schlechter gewechselt", schmunzelte Mink nach der Partie und erteilte dem Doppel-Torschützen ein Riesen-Lob: "Wahnsinn wie Shqippi ins Spiel kommt. Er war heute der Unterschied-Spieler und hat es möglich gemacht, dass wir alle dieses Highlight-Spiel genießen konnten."

+++ KSV verpflichtet Links-Verteidiger+++

Nach dem Spiel wurde noch eine Personalie verkündet: Mit Nico Lorenzoni (23) haben die Löwen noch einen Spieler verpflichtet. Er spielt linker Verteidiger, kommt aus Chemnitz nach Kassel und kann auf Einsätze in der ersten Bundesliga und sogar im Europapokal zurückblicken. Das Spiel seines neuen Vereins hat er übrigens verpasst - er stand im Stau.

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