Genervte Anwohner in Kassel beklagen: "Pisse und wummernde Bässe"

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Das Problem besteht schon seit einigen jahren, hat aber an den ersten beiden wärmeren Wochenenden seinen bislang traurigen Höhepunkt erreicht: Lärm und Müll, entstanden durch wilde Partynächte im Freien, die nicht nur sämtliche Corona-regeln, sondern auch jede Spur von Anstand und Respekt vermissen lassen.

Kassel. Nachdem derEXTRA TIP über die Party-Nächte auf Straßen und Plätzen vor allem im dicht besiedelten Vorderen Westen berichtet hat, melden sich nun die Anwohner zu Wort. Sie berichten von Zuständen, die nicht nur den Schlaf rauben, sondern ein jämmerliches Bild für die Stadt zeichnen.

 „Morgens, wenn die Flaschensammler schon den Pfand-Teil eingesackt haben, ist der „Platz der elf Frauen“ und der Spielplatz von Schnaps- und Weinpullen, Bechern und allerlei Unrat übersät“, berichtet ein Anwohner, der in den Hochhäusern hinter der Friedrich-Ebert-Straße wohnt.

„Und die Holzschnitzel unter den Schaukeln und Spielgeräten sind von Urin durchtränkt“. Nicht nur Männer suchen im Schutz der Dunkelheit hinter der Partyzone Erleichterung – auch Frauen verrichten hier kleine und auch mal größere „Geschäfte“. Die Toiletten in der benachbarten Gastronomie suchen sie längst nicht mehr auf. So stammt auch der Alkohol nur selten aus den Kneipen, wie es sich an den wenigen verstreuten Longdrink-Gläsern ablesen lässt.

 „Der neueste Schrei ist es, dass in den frühen Morgenstunden Autos halten, Musikanlagen und Türen aufreißen und auf der Straße kreischende junge Frauen dazu tanzen“. An Schlaf sei da nicht zu denken, die Fenster bleiben auch bei wärmeren Temperaturen zwangsläufig auch nach Mitternacht geschlossen.

 „Natürlich muss man als Anwohner hier keine Landruhe erwarten – aber was hier die vergangenen Wochenenden passiert und niemand dagegen etwas tut, macht fassungslos“, berichtet der Mann. Wie andere Anwohner und Eltern bemüht er sich zumindest um Schadensbegrenzung und räumt die gröbsten Gefahren für spielende Kinder schon mal weg. „Aber das kann doch hier kein Dauerzustand bleiben“, sagt er verbittert.

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