Geschwindigkeitskontrollen: 333 Raser waren gestern unterwegs

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Kassel/Vellmar/Kaufungen/Helsa. Gestern wurden zwischen 6.30 und 17 Uhr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 6,5 Prozent waren zu schnell.

Kassel/Vellmar/Kaufungen/Helsa.Zu hohes Tempo, oder wie es in den polizeilichen Unfallberichten immer heißt, "nicht angepasste Geschwindigkeit", gehört nach wie vor zu den Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit schweren Folgen.Gerade auch beim Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer kommt der Bekämpfung der Geschwindigkeitsüberschreitungen eine endscheidende Rolle zu. Neben Schulkindern, Fußgängern und Zweiradfahrern gehören auch Senioren zu einer besonders gefährdeten Gruppe.

Zehneinhalb Stunden lang Geschwindigkeit überwacht

Am gestrigen Montag haben deshalb auch die Verkehrsinspektion der Polizei in Kassel und Mitarbeiter der Städte Kassel und Vellmar sowie der Gemeinde Kaufungen an mehreren Senioreneinrichtungen in der Stadt Kassel sowie in Vellmar und Helsa Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die Kontrollen fanden über den Tag verteilt von 6.30 Uhr bis etwa 17 Uhr statt. Insgesamt wurden die Geschwindigkeiten von 5.089 Fahrzeugen überprüft, 333 oder rund 6,5 Prozent davon waren zu schnell unterwegs. Bei den allermeisten Temposündern bewegten sich die gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitungen im Verwarnungsgeldbereich und werden mit 15 bis 35 Euro geahndet, nur vier Verkehrsteilnehmer bekommen eine Anzeige.

Kontrollen im Franzgraben und im Druseltal

Das Radarkommando der Kasseler Polizei überwachte die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit an Senioreneinrichtungen im Franzgraben und "Im Druseltal". Dabei wurden im Zeitraum von 8 bis 13 Uhr 1.330 Fahrzeuge gemessen, von denen 88 zu schnell unterwegs waren. Unrühmlicher Spitzenreiten war ein Autofahrer im Franzgraben in Kassel. Er wurde in der 30-Zone mit 61 km/h. erwischt und muss nun mit einem Bußgeldbescheid über 160 Euro plus Verwaltungsgebühr und zwei Punkten in Flensburg rechnen.

Die meisten Fahrzeuge passierten Messpunkt "Am Ziegenberg"

Die Verkehrsüberwachung der Stadt Kassel hatte am Montag von 7 bis 17 Uhr eine Messanlage in der Straße "Am Ziegenberg" im Stadtteil Jungfernkopf aufgebaut. 1.758 Fahrzeuge wurde hier in den zehn Stunden registriert, von denen 118 zu schnell unterwegs waren. In dieser 30-er Zone hatte der Schnellste 20 km/h. zu viel drauf. Ihn erwartet ein Verwarnungsgeld von 35 Euro.

Kontrollen auch in Vellmar und Helsa

Bedienstete der Stadt Vellmar überwachten die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit im Rembrandtweg. Hier wurden von 10 bis 16 Uhr 1.201 Fahrzeuge gemessen, 79 waren zu schnell und müssen ein Verwarnungsgeld bezahlen. Einer von ihnen wurde in der 50-er Zone allerdings mit 77 km/h. gemessen und muss jetzt mit 100 Euro Bußgeld plus Verwaltungsgebühr und einem Punkt in Flensburg rechnen. Genau 600 Fahrzeuge erfasste das Radargerät am Montagvormittag zwischen 6.30 und11 Uhr in der Berliner Straße in Helsa. 45 Temposünder unter ihnen lagen allerdings mit den jeweiligen Überschreitungen im Verwarnungsgeldbereich.

Polizei: Sensibilität für schutzwürdige Orte erhöhen

"Ziel dieser gemeinsamen Aktion von Polizei und Kommunen war es, an diesen schutzwürdigen Orten durch die Geschwindigkeitsmessungen die Sensibilität der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten", sagte Kai Hammer vom Radarkommando der Kasseler Verkehrsinspektion, der die Aktion koordinierte.

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