Gestohlener BMW: 20-jähriger Unfallfahrer in U-Haft

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Der 19-Jährige Mündener ist in der Vergangenheit bereits wegen diverser anderer Delikte polizeilich in Erscheinung getreten. Das Tatmotiv wird in einer möglichen Spielsucht und damit verbundenem Geldmangel vermutet.

Der 20-jährige Litauer, der mit einem gestohlenen BMW aus Frankreich auf der A 44 einen Unfall baute, sitzt in U-Haft. Die Kripo sucht weitere Täter.

Kassel. Der 20-Jährige aus Litauen, der am Montagmorgen nach einem Unfall auf der A 44 bei Kasselmit einem in Frankreich gestohlenen BMW der 7er-Reihe festgenommen werden konnte, sitzt seit gestern in U-Haft.

Ein Bereitschaftsrichter am Amtsgericht Kassel folgte dabei dem Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft. Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Tatverdächtige während des Unfalls nicht alleine im Fahrzeug war, bitten die Ermittler der Kasseler Kripo um Zeugenhinweise.

Der 20-Jährige steht im dringenden Verdacht, an dem Autodiebstahl in Nordfrankreich beteiligt gewesen zu sein. Der Firmenwagen war in der Nacht von Sonntag auf Montag im Bereich der Stadt Calais, nahe der Landesgrenze zu Belgien, entwendet worden. Am Montagmorgen meldete sich eine Sicherheitsfirma bei der Kasseler Polizei und informierte über den Diebstahl und den aktuellen Standort an der A 44 bei Kassel. Eine Funkstreife der Polizeiautobahnpolizei Baunatal hatte kurz Kontakt zum BMW, bevor sie ihn schließlich nach einem Unfall im Ausfahrtsbereich der Anschlussstelle Bad Wilhelmshöhe wieder antrafen.

Der 20-Jährige Litauer lag zunächst bewusstlos außerhalb des beschädigten Fahrzeugs. Bereits am gestrigen Dienstag konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Die Ermittler brachten ihn von dort ins Kasseler Polizeigewahrsam. In seiner Vernehmung räumte er ein, den BMW zur Unfallzeit gesteuert zu haben, am Diebstahl der Limousine will er nicht beteiligt gewesen sein. Dafür soll ein anderer Mann verantwortlich sein, der nach dem Unfall geflüchtet sein soll. Eine Personenbeschreibung liegt den Ermittlern jedoch nicht vor.

Die ermittelnden Beamten der Kasseler Kriminalpolizei bitten Zeugen, die Hinweise auf mögliche Mitfahrer geben können, sich unter Tel. 0561 - 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu melden.

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