Noch bis Sonntag: Alternativer Rundgang der Kunsthochschule Kassel 

Zeigen im Schaufenster der Friedrichsstraße 14 u.a. ihre Werke: (v.hi.li.) Annika Sewing, Annika Joachim, Fabienne Rako, Paulina Floren, Gina Plantera und Victoria Junge.

Die Corona-Pandemie hat sich natürlich auch auf die Arbeiten der Studierende der Kunsthochschule Kassel (KhK) ausgewirkt. So entwickelte beispielsweise Victoria Junge einen "Abstandshut" und Mariya Knodel einen Niesschutz, der am Arm getragen wird

Kassel. Der Hut von Produktdesignstudentin Victoria Junge hat in diesen Zeiten das Zeug, zum absoluten "Must-have" der Modeaccessoires zu werden. Denn er schmückt die tragende Person nicht nur, sondern hält andere auch auf Abstand. Angelehnt an die Corona-Regeln animiert der von der Kasselerin entworfene Hut zum Abstand. "Die Übergröße kann jedoch reduziert werden", sagt Victoria Junge. "Durch Rollen und Knüllen der Krempe. Somit kann er situationsbedingt eingesetzt werden."

Eigentlich hätten am vergangenen Wochenende die Studenten der Kunsthochschule Kassel (KhK) wieder an der Uni mit der traditionellen Jahresausstellung "Rundgang" ihre Semesterabschlussarbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Doch wegen der Corona-Pandemie ist das nicht möglich. Die Kunsthochschule ist weiter geschlossen. Deswegen wurde ein alternativer Rundgang entwickelt. Das Ergebnis: An 80 Standorten im ganzen Stadtgebiet (darunter der heimische Garten von Produktdesignstudentin Theresa Schwietzer, ein Waschsalon in der Friedrich-Ebert-Straße, das Cafe Nenninger und das Eckfenster in der Friedrichsstraße 14) werden bis zum 26. Juli die Werke präsentiert. 

Passend in Zeiten der Corina-Pandemie: Mit dem Hut von Produktdesign-Studentin Victoria Junge kann man gut Abstand halten.

Deshalb hängt auch der Hut von Victoria derzeit in einem stylischen Schaufenster in der Friedrichstraße 14. Zusammen mit Julia Ribic & Jan Wagemann (elegante Damenjacke, die von der robusten Ästhetik klassischer Arbeitskleidung inspiriert ist), Gina Plantera (stylische Taschen, die sich wie die Distanz zueinander vergrößern können), Viktoria Schuwalow (historische Unterwäsche, die neu interpretiert wurde - ein Kleid und eine Tasche),  Annika Joachim (Karaffe und Trinkbecher), Paulina Floren (Keramik), Mariya Knodel (Niesschutz der am Arm getragen wird) und Fabienne Rako (Schmuck, der durch ein verbindendes Element funktioniert wie beispielsweise Maulschlüssel-Anhänger einer Kette, mit dem Armreif und Ohrring geöffnet werden können)  und Annika Sewing (Entwürfe von vielseitigen Schnittkonstruktionen) präsentiert sie dort ihre Designobjekte.

Und wie man schnell erkennt, sind viele Produkt-Entwicklungen des alternativen Rundgangs aus der Pandemie heraus entstanden. Mehr zu den Werken gibt es auch auf der Instagramseite "studiolo_kassel".

Produktdesignstudentin Theresa Schwietzer (li.) bot in ihrem Garten Kramikkurse an. Besucherin Laura nahm das Angebot gern an.

Während man in der Friedrichsstraße die Werke leider nur im Fenster bewundern kann, konnten sich Besucher im Garten von Theresa Schwietzer(Theo Keramik) selbst ausprobieren. Die Studentin bot  am "Clayday" unter Anleitung an, kleine Keramiksachen selbst zu töpfern. Dafür wurde der Vorgarten coronagerecht für Besucher umgestaltet.

Weitere Infos zum alternativen Rundgang und die genauen Standorte gibt es unter: adms.community oder unter kunsthochschule-kassel.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Durchstarten trotz Corona - welche Jobs jetzt gefragt sind

Auch wenn niemand mehr das Wort „Corona“ hören kann – positiv bleiben und optimistisch in die Zukunft blicken: Das sollte man trotz Corona auch im Bereich Job und …
Durchstarten trotz Corona - welche Jobs jetzt gefragt sind

Stadt Kassel bietet Müttern Ort zum Stillen an

Noch immer werden Mütter schräg angeschaut, wenn sie in der Öffentlichkeit zum Stillen ihr Baby an die Brust legen. Die Stadt Kassel hat nun mit dem ersten Stillraum in …
Stadt Kassel bietet Müttern Ort zum Stillen an

47 Grad im Auto: Ordnungsamt-Mitarbeiter retten Labrador in Kassel vor Hitzetod

Die Fenster waren zwar einen Spalt offen, doch im Fahrzeuginnerern herrschten schon 47 Grad Celsius. Eine lebensbedrohliche Situation für den Hund im Auto auf dem …
47 Grad im Auto: Ordnungsamt-Mitarbeiter retten Labrador in Kassel vor Hitzetod

Prominenter Soziologe wird Gründungsdirektor des documenta-Instituts

Der Soziologe und Hochschullehrer an der Universität Kassel, Prof. Dr. Heinz Bude, wird zum Gründungsdirektor des documenta Instituts berufen
Prominenter Soziologe wird Gründungsdirektor des documenta-Instituts

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.