Graveln durch Nordhessen: Tour de Foret startet im April

Gravelclub La Foret Kassel, Radsport
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Der Gravel-Club La Foret, der zur ersten Tour mit sechs Etappen einlädt:  Sascha, Nils, Marius, Julian, Julia, Malte, Fabi und Noah.

Die Temperaturen steige, es ist immer länger hell - also nach Feierabend nochmal schnell ab aufs Rad! Der Gravelclub La Foret hat ab April eine eigene Tour mit sechs Etappen geplant. Was das Graveln ausmacht und wie man an der Tour teilnehmen kann.

Radsport Es knistert unter den Rädern, aus dem Wald zwitschern die Vögel und der nächste Anstieg ist schon in Sichtweite. Graveln ist für viele Radsportfans mittlerweile die liberalste Art des Radfahrens – darüber lässt sich natürlich streiten. Aber während das Rennrad auf Asphalt und das Mountainbike im Gelände gefragt ist, steht das Gravelbike als eine Art Allrounder.

Und so titelte ein Magazin vor ein paar Jahren: „Keine Straße, kein Problem!“ und beschrieb damit recht passend den damals neuen Trend im Radsport – das Graveln.

Mittlerweile ist dieser Trend nicht mehr neu, findet aber weiterhin immer mehr Anhänger. Da liegt es nahe, dass das Graveln in Nordhessen mit seinen vielen grünen Landschaften perfekt ist, um über Schotter, Kies und Waldwege zu brettern.

Der Gravel Club „La Forêt“ der Zweirad Gemeinschaft Kassel hat sich Anfang 2021 zusammengefunden, organisiert seitdem Gravelbike-Touren rund um Kassel und will noch mehr Menschen für das Graveln begeistern. Und weil das von Anfang an gut ankam, fand sich mit der Zweirad-Gemeinschaft e.V schnell ein Verein, der das Thema Gravelbike als neue Sparte unter dem Namen „La Foret – Gravel Club“  aufnahm und seitdem unterstützt.

Unterwegs auf den nordhessischen Schotterstrecken: Beim Graveln fährt man eher auf unbefestigten Wegen durch die Natur. 

„Wir haben hier in Nordhessen so viel Grün und man ist in nur wenigen Kilometern von der Stadt auf einem Feld- oder Waldweg, die Bedingungen sind einfach ideal“, sagt Fabian Hillbich von La Foret.

Für diesen Sommer hat der Gravel-Club nicht nur einzelne Strecken, sondern gleich eine ganze Tour mit sechs Etappen geplant. Los gehts am 1. April, gefahren wird bis in den September hinein.

Aber keine Angst, wer kein Begleitfahrzeug und ein Team wie bei der Tour de France dabei hat, kann natürlich trotzdem mitfahren. Oder besser gesagt: Gerade dann sollte man mitfahren! Denn eine der Regeln lautet: Auf der gesamten Strecke muss man sich selbst versorgen und keine Hilfe von Begleitfahrzeugen oder Betreuern erhalten. Der Spaß steht bei der „Tour de Foret“ im Vordergrund, Zusätzlich gibt es dennoch ein Ranking. „Wir wissen, dass es nicht immer einfach ist, alle FahrerInnen zu einem Zeitpunkt für einen Start zu begeistern. Daher kann unsere Gravel-Serie ganz nach eigener Lust und Laune gefahren werden“, sagt Marius Lerke, Abteilungsleiter von La Forêt.

Zu Beginn des Monats wird die jeweilige Route über die Navigationsapp Komoot veröffentlicht. Anschließend hat man den gesamten Monat Zeit, die Strecke zu fahren. Um jedem Fitnesslevel gerecht zu werden, startet die erste Route mit 30 bis 40 km.

„Jede weitere Route wird um rund 10 km verlängert, so kann man an der Aufgabe wachsen und sich über den Sommer steigern“, sagt Marius Lerke. Die Teilnahmegebühr für die komplette Tour beträgt 10 Euro. Als zusätzliche Anreize bekommen alle Teilnehmende nach der Anmeldung einen Komoot-Gutschein im Wert von 9,90 Euro und Gutscheine für Prozente im Wild Wood Store, bei Fuchs und Habicht sowie bei Waschbrett.

Anmeldung, Zeitwertung und weitere Infos zur Tour gibt es auf la-foret.de oder auf Instagram: laforet_gravelclub

Was bedeutet „Graveln“

Gravelbikes (gravel z. dt. Schotter) sind, vereinfach gesagt, eine Mischung aus Rennrad und Cyclocrossern. Mit den profilierten Reifen eignen sich die Gravelbikes für Fahrten auf unterschiedlichsten Untergründen und im Gelände.
Ungefähr ab dem Jahr 2015 brachten verschiedene Hersteller Räder in ihren Programmen unter der Bezeichnung „Gravel-Bike“ heraus. Zunächst im US-Markt eingeführt, findet dieser Name auch in Europa zunehmend Verbreitung. Unter dem Namen Querfeldeinrad sind solche Fahrräder seit den frühen 1960er Jahren in Europa verbreitet.

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