Die Grenze auf dem Königsplatz: Schüler gedenken Mauerbau

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Die Elftklässler des Leistungskurses für Politik und Wirtschaft des Engelsburg-Gymnasiums mit Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister (5. v.li.) und ihrem Lehrer Stephan Eull.
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58 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer erinnerten Schüler des Engelsburg-Gymnasiums mit einer Aktion auf dem Königsplatz an die Teilung Deutschlands.

Kassel. Heute vor genau 58 Jahren wurde am 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen, die mehr als 28 Jahre lang die Teilung Deutschlands zur Folge hatte. Während sich Zeitzeugen noch bestens an die Errichtung sowie den Fall des berühmten Grenzbefestigungssystems erinnern, können sich jüngere Generationen die Ausmaße oder auch die Bedeutung des Freiheitsverlustes für viele DDR-Bürger kaum vorstellen.

Da es der Hessischen Landesregierung ein großes Anliegen ist, Schülern fernab des Geschichtsunterrichts das Thema der Deutschen Teilung präsent zu machen, wurde unter dem Motto „Wir leben Freiheit – 30 Jahre Mauerfall“ eine Veranstaltungsreihe in ganz Hessen ins Leben gerufen. Diese beginnt mit dem 13. August, dem Gedenktag des Mauerbaus und endet am 9. November mit dem Tag der Grenzöffnung der Berliner Mauer.

Auch Schüler aus Kassel, genauer gesagt Elftklässler des Leistungskurses für Politik und Wirtschaft des Engelsburg-Gymnasiums, beteiligten sich mit einem Beitrag an der Veranstaltungsreihe auf dem Kasseler Königsplatz:

"In Absprache mit der Hessischen Landesregierung bekamen meine Schüler 60 Umzugskartons und acht Spraydosen zur Verfügung gestellt, um in Gedenken an den Bau der Berliner Mauer eine acht mal zwei Meter hohe Mauer aus Pappe zu errichten," sagte Lehrer Stephan Eull.

Kreativ und frei ausleben konnten sich die 15 teilnehmenden Schüler mit den Spraydosen dabei in Sachen Gestaltung. Im Vorfeld wurde lediglich festgelegt, dass das Datum des historischen Mauerbaus Bestandteil des Motivs sein soll. Die errichtete Mauer, die zum Abschluss symbolisch wieder eingerissen wurde, sollte maßgeblich auch die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen. Den Schülern war es wichtig, die Kasseler gezielt anzusprechen, um mehr über deren Erinnerungen an die Mauer und den Begriff „Freiheit“ zu erfahren.

"30 Jahre sind eine Zeitspanne, in der die Ereignisse um den Bau und Fall der Berliner Mauer in Vergessenheit geraten können. Am zentralsten Platz von Kassel möchten wir heute Aufmerksamkeit mit dieser Aktion erzeugen", sagte Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister, der auf dem Königsplatz ebenfalls seine Erinnerungen zur Innerdeutschen Grenze mit den Schülern teilte.

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