Großbrand in Bettenhausen

                                    

200 Feuerwehrleute und Rettungsdienste vor Ort / Flammen greifen auf Lagerhalle über

Kassel - Wegen des Rauches eines Großbrandes im Kasseler Stadtteil Bettenhausen sollen die Anwohner der Eichwaldstraße und benachbarter Straßen die Türen und Fenster vorsorglich geschlossen halten. Messungen der Feuerwehr haben bisher jedoch keine Schadstoffe in der Luft nachgewiesen.

Am Mittwochabend wurde die Leitstelle der Feuerwehr Kassel durch mehrere Notrufe zu einem Brand in der Eichwaldstraße im Stadtteil Bettenhausen gerufen. Dort brenne eine Gartenhütte, hieß es. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Kassel vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass das Feuer auf eine Lagerhalle übergegriffen hatte und ein benachbartes Wohnhaus durch die Flammen bedroht war.

 In dem Wohnhaus befanden sich allerdings keine Personen mehr. Die Leitstelle alarmierte umfangreiche Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kasel sowie Freiwilliger Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel nach. Die Feuerwehr baute eine so genannte Riegelstellung auf, um zu verhindern, dass der Brand auf das Wohnhaus übergreift. Gleichzeitig wurde ein umfangreicher Löschangriff eingeleitet. 

Die Löscharbeiten gestalten sich jedoch äußerst schwierig: Die brennende Lagerhalle verfügt über eine doppelte Dachkonstruktion. Während die innere Decke vermutlich durchbrannte, blieb die äußere Decke unbeschädigt. Dadurch war es nicht möglich, das Feuer von außen über Drehleitern zu löschen. Gleichzeitig sammelte sich im Deckenbereich Brandrauch, der gegen 21.30 Uhr durchzündete. Hierdurch kam es zu einer massiven Rauchentwicklung. Aufgrund der Wetterlage drückte der Rauch in die umliegenden Straßen. 

Die Feuerwehr evakuierte daraufhin die Anwohner der betroffenen Straßen. 16 Personen wurden vom Rettungsdienst untersucht und teilweise ambulant behandelt. Insgesamt etwa 30 Anwohner werden in einer Gaststätte in der Nähe von Einsatzkräften versorgt. Teilweise werden sie die gesamte Nacht dort verbringen, weshalb dort unter anderem Feldbetten aufgebaut werden. 

Wegen der starken Rauchentwicklung rief die Feuerwehr Kassel über Rundfunkdurchsagen sowie die Sozialen Medien (Twitter und Facebook) der Stadt Kassel die Anwohner im Bereich Eichwaldstraße und der umliegenden Straßen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Spezialkräfte der Messkomponente der Feuerwehren des Landkreises Kassel nahmen im Bereich Bettenhausen Luftmessungen vor. Schadstoffe wurden nicht festgestellt. 

An der Einsatzstelle befanden sich rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr Kassel, mehrerer Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel, des Technischen Hilfswerks Hofgeismar, des Rettungsdienstes sowie des Betreuungszuges des Katastrophenschutzes. Ein Feuerwehrmann, der im Randbereich der Einsatzstelle stolperte und sich dabei verletzte, wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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