GWG-Flüchtlings-Projekt auf Biennale in Venedig gezeigt

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„Das Kasseler Modell“ – von der Flüchtlingsunterkunft zur Mietwohnung von morgen. Grafik: Arge Bunsenstraße Kasseler Architekten

Die 15. Architektur-Biennale in Venedig zeigt im deutschen Beitrag auch das geplante GWG-Flüchtlingsheim in der Bunsenstraße, das gut ankommt.

Kassel/Venedig. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) und die Arbeitsgemeinschaft aus fünf Kasseler Architekturbüros, die sich zur Arbeitsgemein­schaft "Bunsenstraße" zusammengeschlossen haben, sind mit dem "Kasseler Modell" auf der internationalen Biennale in Venedig vertreten. Als ein kurzfristig und kostengünstig realisierbares Modell

zur temporären Unterbringung von Flüchtlingen und späteren Nutzung als bezahlbarer Mietwohnraum hat das Modell bereits bundesweit Beachtung gefunden.Derzeit findet die internationale Architektur-Biennale in Venedig statt. Sie ist die weltweit bekannteste und renommierteste Biennale ihrer Art. Im Rhythmus von zwei Jahren präsentiert sie neue Ansätze in Architektur und Stadtentwicklung und bietet teilnehmenden Nationen die Möglichkeit, planerische Leistungen ihres Landes einem internationalen Publikum vorzustellen.Beiträge aus Deutschland sind regelmäßig vertreten.

Die inhaltliche Verantwortung für den deutschen Beitrag zur diesjährigen 15. Architektur-Biennale trägt das Deutsche Architektur Museum (DAM). Sein Motto: "Making Heimat. Germany,  Arrival Country".Fragestellungen wie– Vor welchen Herausforderungen stehen die Städte, in denen die Flüchtlinge und Migranten ankommen?– Wie werden aus den Neuankömmlingen gesellschaftlich integrierte Bürger?– Welchen Beitrag können Architektur und Städtebau in diesem Prozess leisten?,

prägen das Konzept.Ein Teil des Ausstellungskonzepts ist eine Online-Datenbank mit konkreten Projekten im Rahmen der Unterbringung von Flüchtlingen und Migranten. Bestandteil dieser Datenbank ist auch das "Kasseler Modell" mit seinem Konzept als Flüchtlingsunterkunft heute und Mietwohnraum von morgen."Es macht uns schon ein bisschen stolz, ein Bestandteil dieser international renommierten Architektur-Ausstellung zu sein", erklärt GWG-Geschäftsführer Peter Ley. "Diese Online-Datenbank wird über die Biennale hinaus vom Bundesbau­ministerium für Entscheidungsträger als Hilfestellung angeboten, sodass wir uns davon versprechen, dass dieses Modell vielleicht auch in anderen Städten Schule macht", so Ley abschließend.

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