Habichtswalder stellt sich der Herausforderung bei "Get The F*ck Out Of My House"

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Die 100 Teilnehmer von "Get The F*ck Out Of My House" warten auf den Einzug in das 116 Quadratmeter Haus. Patrick Bohne (v. re.) hat sich einen Platz in der ersten Reihe gesichert.

Das neue Big-Brother ähnliche Pro Sieben Format startet am 4. Januar und mit dabei ist Patrick Bohne, 38, Lackierer aus Habichtswald. Er will als einer von 100 Teilnehmern  im 116 Quadratmeter Haus an seine Grenzen gehen und berichtet uns von seinen Erfahrungen.

Kassel/Landkreis. Die TV-Serie „Big Brother“ feierte Erfolge, jetzt hat sich ProSieben ein ähnliches Format von den Holländern abgeschaut. „Get The F*ck Out Of My House“ (deutsch: Verschwinde aus meinem Haus!) ist Big Brother in extrem und eine neuartige Reality-Show. Schauplatz ist ein Einfamilienhaus, das Platz für vier Bewohner bietet. Es sollen dort allerdings 100 Kandidaten einziehen, was natürlich ordentlich Platzprobleme gibt. Die Aufgabe jedes Einzelnen ist es, im Haus zu überleben und am Besten am längsten von allen dort zu verweilen. Dann winkt ein Gewinn bis zu 100.000 Euro. Dabei werden sie, ähnlich wie bei „Big Brother“, 24 Stunden am Tag von Kameras beobachtet.

Auch ein Nordhesse ist unter den Kandidaten. Patrick Bohne (38) erzählt, wie sich das Experiment angefühlt hat. „Ich hatte es mir sogar noch härter vorgestellt, denn teilgenommen habe ich, um an meine Grenzen zu gehen. Mit 100 Charakteren, die alle verschieden sind, in einem Haus auf engsten Raum zu wohnen ist nicht einfach. Als Grundnahrungsmittel gab es pro Tag für jeden ein paar Kartoffeln, einen Apfel und eine Walnuss. Zusätzliches Essen konnten wir uns erspielen.“

Gedreht wurde die Show schon im Mai 2017, drei Wochen war Bohne bei der Show und nahm seinen kompletten Jahresurlaub dafür. Dass er als Kandidat gewählt wird, hatte Bohne damals nicht geglaubt, freute sich dafür umso mehr über die Zusage. Privat würde er nie in eine WG ziehen, hat ein Haus für sich allein. Während der Show hat jeder Kandidat allerdings 1,16 Quadratmeter zur Verfügung. „Zwischenzeitlich haben wir in einem der Kinderzimmer mit 13 Mann geschlafen. Auch Spiele oder Handys waren nicht erlaubt. So lernt man auf engstem Raum die Leute wirklich kennen, wie vermutlich sonst niemand. Auch nach der Show habe ich noch mit vielen engen Kontakt. Es sind echte Freundschaften entstanden“, so der Kasseler Lackierer. Neben Patrick Bohne aus Habichtswald sind aus der Region auch Natalie (31) aus Helsa, Markus (46) aus Vellmar sowie Adrian (20) aus Felsberg eingezogen.

Konfliktpotential bietet die Ausnahmesituation natürlich auch. Eine Dusche und Toilette für 100 Personen im Alter von 19 bis 88 Jahren, rationiertes Essen und keinerlei Privatsphäre – auch Streitigkeiten blieben nicht aus. Wie weit der Kasseler Patrick Bohne kommt und welche Aufgaben er im Haus übernimmt, wird nicht verraten. Erste Einblicke gibt es ab Donnerstag, 04. Januar 2018 immer donnerstags auf ProSieben um 20.15 Uhr.

Die Show

100 Menschen leben gemeinsam in einem Haus. Wer es als Letzter verlässt, gewinnt 100.000 Euro. Die Herausforderung: Das Haus bietet nur Platz für eine Kleinfamilie. Zu wenig Wohnraum, zu wenige Schlafmöglichkeiten, zu wenig Platz für Lebensmittel und deren Zubereitung, zu wenige Waschgelegenheiten – „Get The F*ck Out Of My House“ verlangt dem Alltag der Kandidaten alles ab. Ihr Zusammenleben wird rund um die Uhr von Kameras beobachtet. Sie müssen sich an Hausregeln halten und sich bei Spielen beweisen. Der Titel der Sendung bezieht sich auf den Rauswurf der Mitbewerber. Die Kandidaten wählen unter sich einen Boss, der dann mit diesen Worten: „Get the fuck out of my house“ die Auserwählten aus dem Haus werfen kann.

Das Haus

Das Haus bietet insgesamt 116 Quadratmeter Wohnfläche – für jeden Kandidaten bleiben also genau 1,16 Quadratmeter. Am Tag und in der Nacht. Für gewöhnlich findet in dem Haus im 1.017-Einwohner-Ort Satzvey in der Eifel ein Haushalt bestehend aus vier Personen Platz. Entsprechend ist das Haus auch für die 100 Kandidaten eingerichtet: Sie müssen sich das Wohnzimmer, das Esszimmer, ein kleines Bad mit Dusche und Toilette, die Küche, ein Jungen- und ein Mädchenzimmer sowie den Hausflur und die Terrasse (zusätzliche 9 Quadratmeter) teilen. Die Haustür ist nie verschlossen – die Kandidaten dürfen das Haus, damit aber auch die Show, jederzeit verlassen.

Kontakt nach Außen

Privat bereits ein eingespieltes Team: Schauspielerin Jana Julie Kilka (30) und ProSieben-Moderator Thore Schölermann (33) präsentieren „Get the F*ck out of my House“. Sie moderieren, leiten die Spiele, beobachten und kommentieren das tägliche Geschehen im Haus für die Zuschauer. Für die 100 Kandidaten sind Jana Julie und Thore der einzige Kontakt zur Außenwelt. Was waren wohl die größten Schwierigkeiten, aber auch Vorteile für die Kandidaten des Experiments?

Jana Julie Kilka: „In vier Wochen auf engstem Raum und wenig Schlaf kann dir schon ein sehr guter Freund auf den Nerv gehen. Bei 100 vollkommen unterschiedlichen Menschen aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten ist Konflikt die neue Definition von Grundstimmung. In unserem Haus trifft junger Influencer auf 82-jährigen Rentner – ein ziemlich bunter Mix. Das größte Problem im Haus war das fehlende Essen. Ich sehe die „Get the F*ck out of my House“-Diät eher als Trend: 21 Kilo hat ein Kandidat in vier Wochen verloren. Ich war echt überrascht, mit wie wenig man auskommt und vor allem was echtes Teilen bedeutet. An einem Tag haben die Kandidaten ein einzelnes Stück Schokolade zerteilt und jeder hat sich wahnsinnig über seinen Schokokrümel gefreut.“

Thore Schölermann: „Auch die Handy-Diät sehe ich als Vorteil. Vier Wochen Ruhe ohne Mails und ohne Facebook – das ist purer Luxus.“

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