Hammerhart: KSV gibt gegen Neckarelz sicheren Sieg aus der Hand

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Kassel. Der erhoffte Sieg wurde es nicht gegen Neckarelz. Die Löwen verdengelten den Dreier trotz zweier Platzverweise bei den Gästen.

Kassel.  Knallende Türen, flüchtende Spieler und Ratlosigkeit bei den Verantwortlichen: So die Bilanz der Regionalliga-Partie zwischen dem KSV Hessen Kassel und der SpVgg Neckarelz. Nach dem 3:3 Entstand äußert sich der Missmut auf den Rängen des Auestadions: "Verbrennt die Trikots", fordern einige Anhänger. Auf die Fragen der Journalisten antworten die Spieler mit Achselzucken. Dabei hatte doch alles so gut begonnen aus KSV-Sicht: In der achten Minute traf der schnelle Marco Dawid zur 1:0 Führung.Vier Minuten später konnte KSV-Stürmer Tobias Damm nur per Notbremse gestoppt werden – rote Karte für den Gästeverteidiger Marcel Busch. Der KSV schien sich endlich aus seiner Krise zu befreien.

Doch die Ernüchterung erfolgte im zweiten Durchgang: Nach Maximilian Sauers unnötigem Rempler im Strafraum, verwandelte Marcel Gerstle den fälligen Elfmeter zum 1:1 Ausgleich. Pech hatte Kassels Becker als sein Treffer nach Mayers Ecke vom Unparteiischen aberkannt wurde. Kurz darauf der zweite Platzverweis für die Gäste: Daniel Schwind konnte nach Handspiel im eigenen Strafraum vorzeitig die warme Dusche genießen. Den Strafstoß schob Mayer souverän zur 2:1 Führung ein. Und es kam noch besser: Marcel Andrijanic knallte den Ball nach guter Vorarbeit von Sauer unhaltbar unter die Latte – das 3:1 für den KSV, der zudem in Zwei-Mann-Überzahl spielte.

Der KSV fühlte sich wohl zu siegessicher. Denn als Damm das Spiel endgültig zugunsten des KSV entscheiden konnte, scheiterte er fahrlässig an Gästekeeper Florian Nickel. Jetzt wurde es kurios. Mit einem eiskalten Doppelpack bestrafte Ugur Beyazal die Nachlässigkeiten der KSV- Defensive und sicherte der SpVgg Neckarelz den Punktgewinn. Das saß tief im ohnehin schon angekratzten KSV-Herz. Freude über das Remis auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen: "Mir fehlen die Worte", gab KSV-Interimstrainer Sven Hoffmeister zu. Die dürften den Anhängern beim Blick auf die Tabelle inzwischen auch fehlen.

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