In der Hauptpost Kassel entsteht eine Boulder-Arena

1 von 33
2 von 33
3 von 33
4 von 33
5 von 33
6 von 33
7 von 33
8 von 33

Auf 2000 Quadratmetern finden ab Februar große und kleine Kletterfreunde zwischen Uni und Innenstadt ein wahres Eldorado vor.

Kassel. Bei unserem letzten Besuch an diesem Ort, etwas über drei Jahre her, zogen die Videoinstallation von Theo Eshetu, Gordon Hookeys „Murriland“ oder Máret Ánne Saras Vorhang aus Rentierschädeln unsere Blicke auf sich. Zur documenta12 war die Hauptpost für 100 Tage zur „Neue Neue Galerie“ verwandelt worden. Seitdem war es ein verlassener Ort. Das soll sich ab Februar ändern, wenn „Element Boulders“ auf 2000 Quadratmetern Kletterfreunde von nah und Fern begeistern wird.

Im Sommer wurde der Mietvertrag unterzeichnet und in diesen Tagen wird in der imposanten Halle an der Gießbergstraße kräftig gewerkelt, nachdem schon weniger sichtbare Vorarbeiten abgeschlossen wurden. Seit vergangener Woche wachsen die aus Holzbauteilen vorgefertigten Wandelemente in die Höhe. Schon sind verschiedene Schwierigkeitsgrade durch Überhänge und Neigungswinkel zu erkennen. Konzipiert hat die Anlage der in der Szene wohlbekannte Routenbauer Joseph Wetzel (www.kletterkultur.de), die Elemente stammen vom Hersteller „Blocz“. Und die Idee? Stammt von einem Geschäftsführer-Trio, das schon länger im Boulder-Bereich aktiv ist. Und nun mit „Element Boulders“ die erste reine Boulder-Halle in Kassel an den Start bringt.

„Es soll ein Ort für Alle sein – Ausprobierer und Profis, Erwachsene und Kinder“, beschreibt die Marketingverantwortliche Verena Keim das Konzept. Sie stammt aus Kassel – und weiß daher auch die Vorzüge des Standorts, an dem sie als Betriebsleiterin tätig sein wird. „Wir liegen genau zwischen Uni und Innenstadt, sind mit der Straßenbahn und Fahrrad zu erreichen und verfügen zudem über ausreichend Parkplätze.“ Zwei Kletterhallen (Johanna-Wäscher-Straße und Lilienthalstraße)gibt es bereits in Kassel, doch das Elements-Team sieht den Bedarf bei Weitem nicht gedeckt. Bouldern ist ein Trendsport, der immer mehr Leute in seinen Bann zieht. Warum ist das so? „Jeder Mensch kann Boulder, egal ob jung, alt, klein, groß, dick, dünn. Beim Bouldern geht es darum Bewegungsprobleme zu lösen, in bis zu sechs Schwierigkeiten“, beschreibt verena Keim das Konzept. Die Einstiegshürde sei sehr gering, weil man eigentlich nur Turnschuhe oder Kletterschuhe braucht und schon kann man sich an der vier Meter hohen Wand ausprobieren. Matten federn einen beim Abspringen oder Sturz ab.

Neben dem Hauptboulderbereich (mit Wettkampfwand) auf 1040 Quadratmetern, wird es einen Familienbereich (400 Quadratmeter) geben. Der Clou sei aber ein voll ausgestatteter Fitnessbereich auf der zweiten Ebene mit ca. 150 Quadratmetern. „Dazu kommen noch kletterspezifische Trainingsgeräte, wie beispielsweise ein leuchtendes LED Board, an dem man seine Fingerkraft trainieren kann“, verrät Verena Keim. Die direkte Nachbarschaft zu McFit im gleichen Gebäude sehe man dabei nicht als Konkurrenz – im Gegenteil: „Wir sind an Kooperationen interessiert.“

Gut 30 Mitarbeiter sollen ab Februar in verschiedenen Bereichen (Empfang, Gastro, Kletter- und Trainingsfläche) tätig sein. „Wir suchen noch Menschen, die mit Begeisterung bei diesem projekt mitwirken möchten“, sagt Verena Keim. Und freut sich nach dem Corona-Lockdown selbst mal wieder an die Wand zu kommen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Eine Nacht, die vieles veränderte: Sanie Rexhepi aus Kassel startet mit Hip Hop Song "Nikes" durch

Die 24-jährige Lehramtsstudentin könnte damit schon bald zum nächsten Musik-Export Schlager werden. Und bekannten Kasseler Künstlern wie Lea oder Milky Chance folgen.
Eine Nacht, die vieles veränderte: Sanie Rexhepi aus Kassel startet mit Hip Hop Song "Nikes" durch

Kassel plant Rathaus-Umzug in Sparkassen-Bau

Schon im Jahr 2013 hatte der Kasseler Magistrat einen Mietvertrag für das sogenannte „technische Rathaus“ beschlossen: Damals sollte es nach der denkmalgerechten …
Kassel plant Rathaus-Umzug in Sparkassen-Bau

Fahrt im Rausch: Mit 100 km/h durch die Stadt - den Führerschein hatte der 48-Jährige bereits die Nacht zuvor verloren

Die Beamten erkannten den polizeibekannten Mann mit seinem auffälligen Sportwagen sofort
Fahrt im Rausch: Mit 100 km/h durch die Stadt - den Führerschein hatte der 48-Jährige bereits die Nacht zuvor verloren

Aus Liebe fett gefüttert: Immer mehr Haustiere sind zu dick

Nicht nur immer mehr Menschen, auch viele Haustiere sind zu dick. Schuld am Übergewicht sind meist die Besitzer. Mit schlimmen Folgen für die Tiere.
Aus Liebe fett gefüttert: Immer mehr Haustiere sind zu dick

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.