Herr Kaiser, bitte suchen Sie!

+

Briefwechsel von Rainer Hahne: Post an Bürgermeister Jürgen Kaiser

Sehr geehrter Jürgen Kaiser,Sie waren im Schwalm-Eder-Kreis  in Ihrer Eigenschaft als diplomierter Finanzwirt- Chef des Rechnungsprüfungsamtes tätig. 2009 wurden Sie Bürgermeister der Stadt Kassel und kurz danach Vorsitzender der Kasseler SPD.Damit fing das ganze Elend an. Offensichtlich hält sich bei der Ausbildung zum Finanzwirt der Umgang mit Menschen in eng gesteckten Grenzen. Manch ein Unternehmer meint das auch bemerken zu können, wenn er die Finanzfahnder im Haus hat.Sie, Herr Kaiser, sind privat sicher ein netter, umgänglicher Mensch und guter Familienvater. Doch im öffentlichen Leben haben Sie mit Ihrer ganz eigenen Art, die durch einen ungewöhnlich speziellen, persönlichen Humor gekennzeichnet ist, mit dem viele nicht umgehen können,  so Ihre Probleme.Offensichtlich fällt es Ihnen auch schwer, mit Ihren Mitarbeitern zu sprechen.  Herr Heiser, der ehemalige Chef vom Ordnungsamt, lässt grüßen.  Offensichtlich haben Sie nie gemerkt, welche Probleme der Mann bei der Führung seines Amtes hatte.  Es gibt tatsächlich Leute im Rathaus, die behaupten, dass "sich da die beiden Richtigen getroffen haben”.War das vielleicht in puncto Gesundheit Nordhessen ähnlich? Der scheidende Chef dieser größten kommunalen Einrichtung Professor Sontheimer hatte ja auch den Ruf, zwar ein exzellenter Fachmann zu sein, aber über größte kommunikative Defizite zu verfügen. Sprich: Mit Mitarbeitern konnte der auch nicht umgehen und ist daran gescheitert.Ist es ein Zufall, dass all die Jahre, in denen Oberbürgermeister Bertram Hilgen Aufsichtsratsvorsitzender dieser Institution war,  diese Probleme im Griff waren? Und kaum sind Sie am Steuer eskaliert alles? Von allen Seiten wird Ihnen vorgeworfen, Sie hätten nichts getan, um im Vorfeld der Wahl die Wogen zu glätten.Und jetzt,  Herr Kaiser? Im Rathaus wartet man vergeblich auf Ihre Vorschläge für die Nachfolge auf diesem wichtigen Posten. Hier können blitzschnell Millionen verloren gehen, die die Stadt nicht hat. Und Sie präsentieren bisher – NICHTS.Sehr geehrter Herr Kaiser, die nächsten Bürgermeisterwahlen kommen bestimmt. Und genauso bestimmt werden Sie nicht mehr Bürgermeister werden. Wo schauen Sie denn hin, Herr Kaiser? Wollen Sie vielleicht den Kämmerer-Posten übernehmen, den Dr. Jürgen Barthel über Jahrzehnte vorbildlich bekleidet hat?Fachleute trauen Ihnen das 120prozentig zu, Sie sich sicher 1.200prozentig, leider sind es unter Politikern und Bürgern keine 12 Prozent. Das könnte ein großes Problem für Ihre zukünftige Arbeit werden,  wenn Sie weiter in Kassel bleiben wollen.

Mit wahltaktischen GrüßenRainer HahneChefredakteurP.s.  Was macht eigentlich die Blitzerschlappe? Gibt es da denn schon eine Lösung?P.P.s. Als Stadtverordnetenvorsteher haben Sie noch überzeugt. Was ist dann mit Ihnen passiert?

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Gewaltsam Jacke vom Körper gerissen: Festnahme nach Raub in Kassel

Zeugen hatten Tatverdächtigen am späten Dienstagabend noch zu verfolgen versucht
Gewaltsam Jacke vom Körper gerissen: Festnahme nach Raub in Kassel

„Bezahlung ist nicht gerecht!“: Lehrkräfte an Grundschulen fordern bessere Bedingungen

In ganz Hessen protestieren Grundschullehrer für eine faire Besoldung, die Anerkennung ihrer Arbeit und für bessere Bedingungen in den Schulen. Denn immer mehr …
„Bezahlung ist nicht gerecht!“: Lehrkräfte an Grundschulen fordern bessere Bedingungen

Rotes Käppchen, blauer Bart: Neue Ausstellung in der Grimmwelt

Am Mittwoch startet die Sonderausstellung ‚Rotes Käppchen, blauer Bart – märchenhafte Farben und Experimente‘ in der Grimmwelt, bei der Besucher nicht nur Rotkäppchens …
Rotes Käppchen, blauer Bart: Neue Ausstellung in der Grimmwelt

Zeugen gesucht: Dieb stößt Frau zu Boden und entreißt Handtasche

Eine 48-jährige Frau wurde am Montagmorgen im Kasseler Stadtteil Vorderer Westen Opfer eines Handtaschenraubes. Der Täter konnte flüchten.
Zeugen gesucht: Dieb stößt Frau zu Boden und entreißt Handtasche

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.