Hershey‘s bis Calypso: Bei Candy Kong nascht es sich international

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Die internationalen Süßigkeiten sind in Kassel so gefragt, dass sie nur einen Tag nach der Eröffnung nahezu ausverkauft waren. Die Inhaber Fatih Serin (li.) und Ömer Dagdevir haben aber schon nachbestellt und füllen derzeit wieder alle Regale auf.

Fatih Serin und Ömer Dagdevir lieben abwechslungsreiche Süßigkeiten und bieten in ihrem neu eröffneten Geschäft "Candy Kong" Naschkram aus der ganzen Welt.

Kassel. Wer mit Twinkies, Pop Tarts oder Lucky Charms nicht wirklich etwas anfangen kann, findet neuerdings unterhalb des Königsplatzes in der Obersten Gasse 21 Aufklärung. Denn dort bieten die Cousins Ömer Dagdevir und Fatih Serin in ihrem Laden „Candy Kong“ die unterschiedlichsten Süßigkeiten aus der ganzen Welt, die so manchem bis dato noch ein wenig fremd klingen mögen. „Die Idee zur Geschäftsgründung hatten wir, als wir an der Fulda saßen, normale Erdnuss-m&m‘s aßen und dabei merkten, dass wir immer nur die gleichen Süßigkeiten essen“, erzählt Fatih Serin (27).

„Beim FIFA zocken haben wir mal drei Wochen hintereinander Schokobons gegessen. Die konnten wir dann erst mal nicht mehr sehen und wollten Süßes aus anderen Ländern probieren“, ergänzt der sechs Jahre jüngere Ömer Dagdevir. Restlos begeistert von den neuen Geschmacksrichtungen, wollen die beiden die internationalen Leckerbissen schließlich im großen Stil nach Kassel holen und suchen sich zur Eröffnung ihres Geschäfts ausgerechnet vergangenen Freitag, den 13. aus. Der stellt sich für die zwei Schokoladenfreunde aber als Glückstag heraus:

„Wir hatten mit vielem gerechnet aber der Ansturm war so groß, dass wir am zweiten Tag schon fast ausverkauft waren und deshalb selbst nicht mal alle einzelnen Produkte probieren konnten“, sagt Fatih. Da coronabedingt nur vier Personen gleichzeitig den Candy Kong mit Maske betreten dürfen, haben manche am Eröffnungstag über eine halbe Stunde in der Schlange gestanden, die schnell bis zur Bierakademie die Straße hinunter gereicht habe. „Das hat uns gefreut, aber das Warten tat uns auch so leid, dass wir sehr viele Produkte draußen verschenkt haben“, so Fatih.

Zum Start wurden im Candy Kong mit speziellen Calypso-Limonaden und Süßigkeiten aus Amerika, Japan, Mexiko, Thailand, Italien sowie Großbritannien rund 6.500 Produkte von 150 verschiedenen Herstellen geboten. Doch das Sortiment wird ständig erweitert. „Wir bekommen über Instagram deutschlandweit Anfragen, ob wir dieses oder jenes haben und haben schon 30 Kundenwünsche neu ins Sortiment aufgenommen“, erzählt Fatih. So zum Beispiel auch schon herzhafte Waren wie amerikanische Käse-Makkaroni. Ebenso besondere Kaffee-Sorten oder Pancakes seien gefragt.

„Leute aus Thüringen haben uns sofort kontaktiert und sich erkundigt, ob noch was da ist und ob es sich lohnt, wenn sie sich jetzt ins Auto setzen und zu uns kommen“, erzählt Ömer und verrät, dass die beiden deswegen längst planen, einen Online Shop einzurichten. Obwohl das Geschäft mit den Naschereien aus aller Welt direkt so erfolgreich ist, wollen die beiden Cousins ihre Jobs bei Volkswagen und Continental nicht aufgeben. Den Candy Kong führen Fatih und Ömer ausschließlich nebenberuflich und haben aufgrund der hohen Nachfrage bereits zwei Mitarbeitende eingestellt. Und auch die Familien der beiden Süßigkeiten-Fans halfen nicht nur während der Renovierungsarbeiten aus, da sich Fatih wegen einer Sportverletzung Zuhause schonen muss.

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