Hessencourrier feiert seine Lok "206" mit Dark Vatter-Konzert

Ein Ständchen zum Geburtstag: Musiker Dark Vatter und Hessencourier-Lokführer/Vereinsvorsitzender Jens Karasek mit der „206”, die einst von Krauss-Maffei speziell für die Strecke zwischen Kassel und Naumburg gefertigt wurde. 	Foto: Soremski
+
Ein Ständchen zum Geburtstag: Musiker Dark Vatter und Hessencourier-Lokführer/Vereinsvorsitzender Jens Karasek mit der „206”, die einst von Krauss-Maffei speziell für die Strecke zwischen Kassel und Naumburg gefertigt wurde. Foto: Soremski

Die Lok 206 hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Und dampft dank Hessencourrier-Verein wieder munter von Kassel nach Naumburg.

Kassel.  Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die Lok "206". Im Jahr 1941 ging sie auf die Schiene, schnaufte die 33,4 Kilometer lange Strecke von Kassel nach Naumburg mit ihren extremen Steigungen entlang. Im Jahr 1970 war die aktive Zeit vorbei: Die Lok landete zur 800-Jahrfeier der Stadt

Naumburg auf einem Betonsockel. Zu schade, fand der Verein Hessencourrier, der den Technik-Dino in  drei Jahren mit 16.000 Arbeitsstunden wieder flott machte und 1985 zurück auf die wohlbekannte Strecke schickte.

Jens Karasek, Vorsitzender des Vereins Hessencourrier, hat die Restaurierung mitgemacht und auf der Zugmaschine, die er als kleiner Steppke noch im regulären Zugverkehr erlebte, seine Lokführerprüfung abgelegt.  Eine besondere Bezihung zu einer besonderen Lok – der schon ein eigenes Lied vom Mundart-Rock’n’Roller Dark Vatter gewidmet wurde. Zur Jubiläumsfeier am Freitag im Bahnhof des Hessencourriers im Kasseler Technologiepark  war dann beides zu hören: Die Erinnerungen von Karasek, die Musik von Dark Vatter – und die instrumentale Begleitung durch die Jubilarin, die extra am Morgen angeheizt worden war.

Und an den beiden darauffolgenden Tagen mit Jubiläumsfahrten nach Naumburg die kleinen und großen Eisenbahnfans begeisterte. Ganz ungetrübt ist die Jubiläumsfreude jedoch nicht: Den wackeren Hessencourrier-Ehrenamtlichen fehlt es an Nachwuchs. Und neben den Loks und Wagen, gilt es auch die Strecke aufwändig zu unterhalten – körperlich wie finanziell ein Knochenjob.

Da tut es gut, dass es Unterstützer wie den Kasseler Weinhhändler Carlo Jennewein gibt: Der erinnerte beim Jubiläum daran, wie eine Spendensammlung anlässlich seines 50. Geburtstages vor 15 Jahren, die große Summe von 8.000 Mark (von Jennewein auf 10.000 aufgestockt) zusammenbrachte. Und so die "206” – nach schwerem Schaden durch eine gebrochene Kolbenstange – wieder flott gemacht werden konnte.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Nachfrage nach Impfangeboten ungebrochen: Zwei neue Impfstellen in Kassel
Kassel

Nachfrage nach Impfangeboten ungebrochen: Zwei neue Impfstellen in Kassel

Nachfrage nach Impfangeboten ungebrochen: Zwei neue Impfstellen in Kassel
Polizei sucht vermissten Assel B. (38) 
Kassel

Polizei sucht vermissten Assel B. (38) 

Der 38-Jährige ist derzeit dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen, da er ansonsten eine Gefahr für sich selbst, aber möglicherweise auch für andere darstellen könnte.
Polizei sucht vermissten Assel B. (38) 
Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest
Kassel

Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest

„Uns liegt natürlich auch die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter am Herzen. Weil wir die nicht gefährden wollen, haben wir uns für die Notbremse entschieden.“
Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest
Das muss Krebs sein: Ein Kasseler Psychiater über Hypochonder
Kassel

Das muss Krebs sein: Ein Kasseler Psychiater über Hypochonder

Hypochonder leben in ständiger Angst, eine ernsthafte oder tödliche Krankheit zu haben. Psychiater Dr. Rolf Günther weiß: Nur eine Therapie hilft.
Das muss Krebs sein: Ein Kasseler Psychiater über Hypochonder

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.