Hessischer Verdienstorden für Prof. Dr. Hansjörg Melchior aus Kassel

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Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep (ehemaliger Uni-Präsident), Gerhard Fenge (Aufsichtsratsvorsitzender HERMANNS AG)
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Barbara Ettinger-Brinkmann (Architektin, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK)), Dr. Karin Müller (Leiterin Gesundheitsamt)
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Bernd Leifeld (Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises "Das Glas der Vernunft"), Prof. Dr. med. Josef Rüschoff (Pathologie Nordhessen)
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„Mit Ihrem vielfältigen und dauerhaften Engagement in Medizin, Kunst und Gesellschaft haben Sie, insbesondere in Kassel, bleibende Spuren hinterlassen.“, dankte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann Prof. Dr. Hansjörg Melchior und wünschte ihm „ für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Gesundheit“. An seiner Seite: Ehefrau Karin Melchior.
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„Mit Ihrem vielfältigen und dauerhaften Engagement in Medizin, Kunst und Gesellschaft haben Sie, insbesondere in Kassel, bleibende Spuren hinterlassen.“, dankte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann Prof. Dr. Hansjörg Melchior und wünschte ihm „ für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Gesundheit“. An seiner Seite: Ehefrau Karin Melchior.

Für seine hervorragenden Verdienste um das Wohl des Landes Hessen und seiner Bevölkerung ist Prof. Hansjörg Melchior aus Kassel vom Hessischen Ministerpräsidenten, Volker Bouffier, mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergab den Orden heute in der Alten Brüderkirche in Kassel.

Kassel.   „Es ist mir eine Freude und Ehre zugleich, dass ich heute einem Bürger meiner Heimatstadt für sein herausragendes und vorbildliches Engagement in Medizin, Kultur und Gesellschaft den Hessischen Verdienstorden überreichen darf. Insbesondere Ihre Kasseler Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Stadt Kassel verdanken Ihrem außerordentlichen Wirken viel“, sagte die Justizministerin anerkennend beim Festakt. „Als leidenschaftlicher Mediziner war es für Prof. Melchior eine Selbstverständlichkeit, sich in seinem Berufsfeld auch ehrenamtlich zu engagieren“, betonte die Justizministerin in ihrer Ansprache. So habe er sich über Jahrzehnte in einer Vielzahl von Ehrenämtern verdient gemacht; so als Begründer und langjähriger Vorsitzender des Arbeitskreises „Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau“, als Vorstandsmitglied der deutschen Gesellschaft für Urologie, deren Präsident er zudem in den Jahren 1992 und 1993 war, und als Mitglied des Vorstandes der B. Braun Stiftung Melsungen, dem er mehr als 30 Jahre angehörte. Ganz besonders hob sie die von ihm nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2003 gegründeten und über lange Jahre geleiteten „Kasseler Gesundheitstage“ hervor, die in den Folgejahren zum Modell für ähnliche Ansätze im Land und im Bund geworden wären. Schon von Jugend an hat der gebürtige Kasseler eine besondere Leidenschaft für zeitgenössische Kunst. Er war mit dem documenta-Gründer Arnold Bode und dem Aachener Industriellen, Kunstsammler und Kunstmäzen Peter Ludwig, den er in seiner Zeit in Aachen kennengelernt hatte, eng befreundet. Noch im Jahr seiner Rückkehr nach Kassel übernahm Prof. Melchior nach dem Tod Arnold Bodes 1977 für rund zwei Jahrzehnte die Leitung des documenta-Forums und von 1987 bis 1997 zudem den Vorsitz der documenta-Foundation, die sich erst um das Einwerben von Geldern für die documenta einsetzte und dann finanzielle Mittel für den Ankauf für documenta-Werke bereitstellte. Aufs Engste mit dem Namen des vor kurzem 80 Jahre alt geworden Mediziners verbunden ist der Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“, den er 1990 gemeinsam mit Bernd Behrens initiiert hat. Er wird jährlich an Personen oder Institutionen vergeben, die mit ihrem Wirken den Idealen der Aufklärung – Überwindung ideologischer Schranken, Vernunft und Toleranz gegenüber Andersdenkenden – in besonderer Weise gedient haben. (red)

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