Heute: Museum für Sepulkralkultur eröffnet Sonderausstellung „deadline“ von Bildhauer Stephan Balkenhol

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Die Arbeiten des  in Kassel lebenden Künstlers sind weltweit in zahlreichen Museen, Ausstellungen, Galerien und Sammlungen vertreten.

Kassel. Er ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Bildhauer. Und sorgte nicht nur mit seinem „Mann im Turm“ der Elisabethkirche für Furore. Die Rede ist von Stephan Balkenhol. Die Arbeiten des in Fritzlar geborenen und in Kassel lebenden Künstlers sind weltweit in zahlreichen Museen, Ausstellungen, Galerien und Sammlungen vertreten. Im Museum fürSepulkralkulturist bis zum 14. Juli Balkenhols erste thematische Ausstellung „deadline“ zu sehen, die frühere und neue Arbeiten zum Tod zeigt.

Eröffnet wird die Ausstellung mit einem musikalischem Highlight heute um 19.30 Uhr. Es spielt die Fanfara Kalashnikov Brassband aus Berlin

Balkenhol hat in seinem künstlerischen Schaffen bereits viele Skulpturen, Reliefs und Druckgraphiken geschaffen, in denen er sich in symbolhafter Weise mit der Endlichkeit auseinandersetzt. Und in all seinen Arbeiten wird auch seine einzigartige Behandlung von Holz deutlich. Mit den in der Ausstellung versammelten Arbeiten, die von nationalen und internationalen Leihgebern zur Verfügung gestellt werden, bedient sich Stephan Balkenhol der seit Jahrhunderten tradierten Bildformeln der abendländischen Sepulkralkultur. Er verweigert sich dabei expressiver Gestik und Mimik. Der Ausdruck seiner Figuren ist emotionslos, und sie schauen gelassen ins Nirgendwo. Sie sind präsent, wirken verletzlich und gleichzeitig distanziert und abwesend. Diese thematisch einzigartige Ausstellung Balkenhols wird im Museum für Sepulkralkultur auf dem Kasseler Weinberg präsentiert, das seit 1992 dem Themenspektrum Sterben, Tod, Bestatten, Trauer und Gedenken gewidmet ist. Die offene und lichtdurchflutete Architektur schafft für die meist farbig gefassten Skulpturen nicht nur besondere Raumsituationen, sie erfahren über die thematische Ausrichtung des Museums auch eine besondere Konzentration.

deadline ist die erste thematische Museumsausstellung in Balkenhols Wahlheimat Kassel, die an einem ihm vertrauten Ort auf dem Kasseler Weinberg stattfindet: Im gegenüber gelegenen Friedrichsgymnasium ging Balkenhol in den 1970er-Jahren zur Schule.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (ca. 25,- Euro)sowie die exklusiv für das Museum für Sepulkralkultur vom Künstler geschaffene Edition „Totentanz“(Holzschnitt 2019), die zum Preis von 890 Euro angeboten wird. Für die Ausstellung wird zudem ein umfangreiches Begleitprogramm erarbeitet.

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