Hilfe bei Traumata: Wie Psychologen die Polizei unterstützen

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Gerald Hoffmann (Vizepräsident Verein Bürger und Polizei) im Gespräch mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach (ebenfalls Präsident des Vereins) und Wolfgang Jugnitsch (Geschäftsführer des Vereins und Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen).

Wie der Zentrale Polizeipsychologische Dienst (ZDP) die nordhessische Polizei unterstützt und in Krisensituationen helfen kann, erzählte Polizeipsychologe Carsten Schenk.

Kassel. Schusswaffengebrauch, körperliche Auseinandersetzung, Verletzungen von Kollegen oder mögliche Bedrohungen - der Polizeiberuf bringt Polizisten immer wieder in außergewöhnliche und kritische Situationen, die es zu verarbeiten gilt.

Wie der Zentrale Polizeipsychologische Dienst (ZDP) mit Sitz in Wiesbaden die nordhessische Polizei unterstützt und in Krisensituationen helfen kann, erzählte Polizeipsychologe Carsten Schenk vergangene Woche Mitgliedern des Vereins Bürger und Polizei im Polizeipräsidium Nordhessen.

Polizeipsychologe Carsten Schenk berichtete vor knapp 50 Teilnehmern von seiner Arbeit beim Zentralen Polizeipsychologischen Dienst (ZPD).

„Eigene Erfahrungen mit Krisensituationen konnte ich während meiner sieben Jahre im Rettungsdienst sammeln“, berichtete Schenk, der nach seinem Psychologie-Studium 2002 zur Polizei kam. Von Wiesbaden aus koordinieren er und acht weitere Psychologen 24 Stunden und sieben Tage die Woche mögliche Notfallversorgungen von Polizisten.

24 Stunden, sieben Tage die Woche im Einsatz

Das kann neben der fallorientierten psychologischen Einsatz- und Ermittlungsunterstützung (beispielsweise, wenn sich ein Zeuge bei der Vernehmung nicht mehr genau erinnert) auch die psychosoziale Betreuung während und nach bedrohlichen Situationen wie ein Amoklauf, Entführungen oder Terrorlagen sein, aber auch bei Alltagsfragen und familiären Krisen. Dabei unterliegen die Psychologen der Schweigepflicht. Darüber hinaus ist das ZPD auch zuständig für Eignungsauswahlverfahren, Verhaltenstraining und Gesundheitsförderung.

In Hessen wurden und werden rund 100 Polizisten von den Psychologen ausgebildet, bringen so das Betreuungsangebot auch vor Ort und sind soziale Ansprechpartner für Kollegen. Wenn es zu einem Katastrophenfall kommt, kann der Zentral Psychologische Dienst so zeitig reagieren und die Betreuung der Kollegen sichern.

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