Hoffnung liegt auf den Frauen: Micromata fördert Stipendien in Elektrotechnik und Informatik der Uni Kassel

Wollen Frauen im IT-Bereich fördern: Micromata-Geschäftsführer Alexander Podlich, Dekan Axel Bangert (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) und Daniela Szyska (Verantwortliche für die Deutschlandstipendien an der Uni Kassel). 
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Wollen Frauen im IT-Bereich fördern: Micromata-Geschäftsführer Alexander Podlich, Dekan Axel Bangert (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) und Daniela Szyska (Verantwortliche für die Deutschlandstipendien an der Uni Kassel). 

„Wir lassen viel Potenzial brach liegen. Dabei ist die Investition in Humankapital doch das wichtigste“, so fasst der Dekan des Fachbereichs 16 Elektrotechnik und Informatik Axel Bangert den Anlass des Termins zusammen.

Kasse.l Denn die Kasseler Firma Micromata fördert ein Jahr lang drei Deutschlandstipendiaten und hilft dabei, dass sich die Ausgewählten auf ihr Studium konzentrieren können. „Wir hoffen auf viele Damen, da diese mindestens genauso gut qualifiziert sind für die Arbeit im Fachbereich und meist engagierter agieren. Frauen entscheiden sich bewusster für eine Richtung und lassen sich weniger ablenken“, erzählt Alexander Podlich, Geschäftsführer bei Micromata, der ebenfalls Informatik studiert hat und berichten konnte, dass gerade einmal zwei Frauen unter seinen Kommilitonen waren. Beim Abschluss, den nur einen Bruchteil der anfänglich so vielen Studenten schafften, waren die beiden Frauen immer noch dabei.

Daher wünscht sich Micromata als Förderer, dass bevorzugt weibliche Studenten ausgewählt werden. Im Fachbereich der Elektrotechnik sind vielleicht fünf Prozent weiblich, in der Informatik fünf bis zehn Prozent.

„Diese Investition ist sinnvoller als 500 Bücher oder eine neue Bank zu spenden. Wir leben von der Technik im Land und müssen unsere Zukunft gut ausbilden“, so Dekan Bangert, der darauf hinwies, wie wichtig auch jetzt in der Corona-Zeit die Expertise von gut ausgebildeten Fachleuten war. Denn die IT-Experten konnten vor eineinhalb Jahren einschätzen, wie man Corona und Homeoffice miteinander vereinbaren kann und welche technischen Lösungen sich anbieten.

Das Deutschlandstipendium ermöglicht es den Stipendiaten, sich vermehrt auf das Studium zu konzentrieren und einen Nebenjob beispielsweise reduzieren zu können – Micromata spendet monatlich 150 Euro, der Bund verdoppelt die Summe auf insgesamt 300 Euro, die der ausgewählte Stipendiat erhält.

„Etwa 35 bis 40 neue Stipendien wird es in dem kommenden Förderjahr an der Uni Kassel in vielen Fachbereichen geben. Pro Jahr sind es rund 50 laufende Stipendien“, berichtet Daniela Szyska, die die Deutschlandstipendien an der Uni Kassel verantwortet.
Für die Stipendien bewerben kann sich jeder Studierende – er oder sie muss dabei nicht aus Deutschland kommen – und viele Firmen und Förderer aus ganz Deutschland engagieren sich, daher der Name Deutschlandstipendium.

„Es hätte eine Signalwirkung, wenn sich viele Frauen für das Deutschlandstipendium des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik bewerben würden“, so die Hoffnung der Beteiligten.

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