Immer weniger Kunden: Kasseler Sparkasse schließt 36 Filialen

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Die Kasseler Sparkasse schließt 36 Filialen

Damit war zu rechnen: Die Sparkassenkunden haben ihr Verhalten drastisch geändert. Die Sparkasse schließt deshalb 36 Filialen, sichert aber die flächendeckende Bargeldversorgung.

Kassel. „Jeden Morgen öffnen wir unsere Türen in allen Filialen sperrangelweit, aber es kommen immer weniger Kunden“, schilderte der Vorstandsvorsitzende Ingo Buchholz die aktuelle Situation recht anschaulich. „Der Kunde von heute geht 24 Mal im Jahr an den Geldautomaten, informiert sich 348 Mal über unseren Internetauftritt und die App. Und kommt nur noch einmal im Jahr zu einer persönlichen Beratung.“ Aus diesem veränderten Kundenverhalten werden jetzt Konsequenzen gezogen. Bisher hatte die Kasseler Sparkasse das dichteste Filialnetz aller Sparkassen im Bereich Hessen-Thüringen. Jetzt sinkt die Zahl der Filialen von 81 auf 45. Die Anzahl der Selbstbedienungsstandorte steigt aber von 19 auf 55. Der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Uwe Schmidt stieß auf wenig Widerstand, als er das Konzept den betroffenen Bürgermeistern vorstellen musste: „Allen war bewusst, dass die Digitalisierung Folgen haben wird. Sie kennen es aus eigener Erfahrung. Auch die Sparkasse muss sich zukunftsweisend aufstellen, wird aber auch weiterhin über das dichteste Service- und Beratungsnetz aller Geldinstitute verfügen. In jeder Kommune werden Kunden persönlich beraten.“

Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse.

Betroffen sind von den Änderungen insbesondere die Kommunen in der Fläche. Folgende Filialen werden geschlossen und durch einen Selbstbedienungsstandort ersetzt: Ahnatal-Heckershausen, Bad Emstal-Balhorn, Bad Karlshafen-Helmarshausen, Baunatal-Großenritte, Baunatal-Rengershausen, Altenbauna-Baunsberg, Calden-Obermeiser, Fuldabrück-Dörnhagen, Fuldabrück-Dennhausen/Dittershausen, Fuldatal-Simmershausen, Fuldatal-Rothwesten, Habichtswald-Dörnberg, Helsa-Eschenstruth, Helsa-Wickenrode, Hofgeismar-Hombressen, Hofgeismar-Hümme, Kaufungen-Oberkaufungen, Lohfelden-Vollmarshausen, Lohfelden-Rathaus, Naumburg-Elbenberg, Niestetal-Heiligenrode, Reinhardhagen-Vaake, Schauenburg-Hoof, Schauenburg-Breitenbach, Schauenburg-Martinhagen, Söhrewald-Wattenbach, Vellmar-Obervellmar, Vellmar-Niedervellmar, Vellmar-West. In Kassel werden die Filialen in der Akademiestraße 3, im Forstbachweg 47 A, im Umbachsweg 70, in der Hunrodstraße 1, Im Druseltag 12 und Am Hahnen 2 B in einen Selbstbedienungsstandort umgewandelt.

„Unser Ziel ist es, die mobile Erreichbarkeit unserer Sparkasse zu optimieren. Deshalb bauen wir unsere digitalen Angebote aus“, erklärte Ingo Buchholz mit Blick in die Zukunft. Für die Kunden, die persönliche Beratung brauchen, bündelt die Sparkasse ihre Angebote in Beratungscentern. Angeboten wird in Zukunft auch die Beratung zuhause. Erweitert wird die telefonische Erreichbarkeit des Kunden-Service-Centers, das von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr erreichbar sein wird.

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