In 60 Tagen von Berlin nach Kassel

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Im Juni und Juli 2022 wird sich das Dach des Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) auf die Reise zur documenta fifteen begeben. Angetrieben und versorgt durch die Menschen der Umgebung, mit einem reichhaltigen internationalen Programm und Wissensaustausch wird es in ca. 40 Etappen Kassel erreichen.

Volkswagen und Fraunhofer-Institut unterstützen documenta-Projekt citizenship

Berlin/Kassel Ein Dach, das zu einem Schiff wird, ein Antrieb, der Recycling und Nachhaltigkeit vereint, und ein Reisekonzept, in dessen Mittelpunkt die Begegnung steht: Das Projekt citizenship des ZK/U Berlin ist ein wirkungsstarker Beitrag zur documenta fifteen. Volkswagen unterstützt das Projekt und begleitet die Reise, die quer durch Deutschland zur weltweit wichtigsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst führt.

Ein Jahrzehnt lang haben die Künstlerinnen und Künstler des Berliner Kollektivs KUNSTrePUBLIK unter dem Dach ihrer Institution ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin-Moabit zusammengearbeitet – nun wurde das alte hölzerne Satteldach als Beitrag für die documenta fifteen abgetragen und auf den Kopf gestellt. Zum Schiff umgebaut und aufgeladen mit kultureller Energie tritt es eine Reise an, bei der Nachhaltigkeit, inspirierende Begegnungen und die Kraft der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Damit die 60-tägige Reise ganz ohne fossile Brennstoffe gelingt, wurde die citizenship mit nachhaltigen und recycelten Antriebssystemen ausgestattet. In einer Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik mit Volkswagen wurde ein rund 36 KW starker Elektromotor eines Golf Citystromers aufgearbeitet. Der Strom für den Betrieb des Motors wird unterwegs neben einer Photovoltaikanlage, Direkt-Methanol-Brennstoffzellen und kleinen Windrädern auch mithilfe von recycelten Fahrrädern generiert, die von der Schiffscrew und ihren Gästen besetzt werden. Beim Einbau der Anlage unterstützten zwei Auszubildende aus dem Volkswagen Werk Kassel. Begleitet wird die Reise landseitig von einem vollelektrischen Volkswagen T6 Transporter.

Zwei Wochen vor der Eröffnung der documenta legt die citizenship in Berlin ab und kommt vier Wochen nach der Eröffnung am 22. Juli in Kassel an. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 bis 20 Kilometern pro Tag steuert das Schiff verschiedene Orte entlang der Flussufer von Havel, Mittellandkanal, Weser und Fulda an. Konzerte, Workshops, künstlerische Interventionen und gemeinsame Kochabende mit lokalen und internationalen Kunstakteuren und interessierten Menschen aus der Region verwandeln das Schiff auf seiner Reise zu der citizenship. Nur durch die Kraft der Gemeinschaft bewegt sich das Schiff und so kann die künstlerische Forschungsreise gelingen. Nach 60 Tagen erreicht die citizenship Kassel.

Benita von Maltzahn, Leiterin Cultural Engagement bei der Volkswagen AG, sagt mit Blick auf die bevorstehende Fertigstellung der citizenship: „Kunst hat die Kraft, Ideen besonders eindrucksvoll erlebbar zu machen und Menschen damit zu motivieren. Das Schiff bewegt sich mithilfe menschlicher Kraft und ausschließlich mit nachhaltig erzeugten Energien. Hier erfährt eine überaus wichtige Botschaft eine spannende Interpretation, die schon unsere Auszubildenden beim Bau begeistert hat und noch viele Menschen mehr erreichen wird.“

Die künstlerische Leitung der documenta – das indonesische Kollektiv ruangrupa – hat zahlreiche Künstler*innen-Gemeinschaften wie das ZK/U zur documenta fifteen eingeladen. Sie alle vereinen Werte und Arbeitsweisen, die auf der Idee von Solidarität und Freundschaft basieren und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

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