Inklusions-Theater: Premiere des neuen Stücks am Freitag

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Die "Irrlichter" präsentieren urkomisches Theaterstück: Von behinderten und nicht-behinderten Menschen erarbeitet

Kassel. Eine Behinderung ist noch lange kein Grund, nicht auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten.

Das dachten sich auch die Mitglieder der Gruppe "Die Irrlichter". Die Theatergruppe des Vereins "KasselerVisionsTheater e.V." besteht aus behinderten und nicht-behinderten Teilnehmern, die in erster Linie eines wollen: gemeinsam gutes Theater machen.

"Nicht für behinderte Menschen, nicht mit behinderten Menschen, sondern in gegenseitiger Wertschätzung miteinander", wie Regisseur Tobias Krechel sagt.Er hat mit 12 theaterbegeisterten Menschen – darunter solche mit Down Syndrom oder anderen geistigen Behinderungen – das Stück "Der Cup der guten Hoffnung" realisiert und freut sich auf die Premiere am Freitag, 20 Uhr, im Kasseler Kunstverein (Friedrichsplatz 18, im Fridericianum).

Das Stück ist bereits die dritte Produktion des Inklusions-Theaters, das von den Förderschullehrerinnen Nina Israng ("Dark Vadder") und Yvonne Schneider gegründet wurde.Um was geht es im Stück  "Cup der guten Hoffnung"? Zwei Mannschaften, eine Hoffnung: Beide Teams wollen den Hauptpreis in einer großen Fernsehspielshow abräumen. Doch hat der Kleingartenverein mit seinem zusammen gewürfelten Haufen überhaupt eine Chance gegen die Truppe aus der Kneipe um die Ecke? Verbissen kämpfen die Teams nicht nur mit dem Gegner, sondern vor allem mit sich selbst. Denn die Talente sind ungleich verteilt und es braucht starke Nerven, wenn der größte Gegner die Unzulänglichkeiten der eigenen Mitspieler sind..."Zu Beginn der Arbeit stellte sich die Frage, ob das Thema ‘Behinderung’ im Stück eine Rolle spielen soll", erklären Regisseur Krechel und Initiatorin Israng. "Die Gruppe entschied sich dagegen." Entstanden ist eine Komödie, in der bisweilen gar nicht klar ist, wer nun im realen Leben beeinträchtigt ist und wer nicht.Bereits an zwei Terminen wurde das Stück einem privaten, kleinen Kreis vorgeführt. Jetzt wird es der Öffentlichkeit präsentiert: Am Freitag, 27. November, 20 Uhr, Kunstverein im Fridericianum steigt die Premiere.

Wer ist die Gruppe?

Die Gruppe wurde 2009 von den Förderschullehrerinnen Nina Israng und Yvonne Schneider gegründet. 2012 kam Tobias Krechel als Regisseur dazu. Das Ensemble besteht aus 12 Darstellern mit und ohne Behinderung und entwickelt seine Stücke selbst. Premiere von "Der Cup der guten Hoffnung" ist am Freitag.Weitere Termine folgen am:Samstag, 28. November,

Mittwoch, 2. Dezember

Freitag, 4. Dezember und

Samstag, 5. Dezember

jeweils um 20 Uhr im Kasseler Kunstverein, Friedrichsplatz 18

Infos: http://irrlichterpp.de

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