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Multifunktionshalle für bis zu 7.000 Besucher

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Will jetzt mit der zweiten Eisfläche durchstarten:  Eishockeyfan und Unternehmer Paul Sinizin .
35421_IMG_1675.JPG © Krümler

Investor sieht gute Chancen für den Bau einer zweiten Eisfläche 

Kassel Wie der Extra Tip bereits vorab ankündigt hatte, lehnte die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend mit großer Mehrheit die Pläne zum Bau einer städtischen Eishalle in den Giesewiesen (Am Sportpark) ab. Damit rückt jetzt wieder eine Multifunktionshalle für Kassel ins Blickfeld von Politik, Sport und Kultur. In der Debatte brachten Norbert Wett (CDU) und FDP-Fraktionschef Matthias Nölke dafür die bestehende Eishalle ins Spiel – ergänzt durch eine zweite Eisfläche und ein Parkhaus. Beides könnte auf dem benachbarten Parkplatz gebaut werden, zumal es bereits einen privaten Investor gebe. Der heißt Paul Sinizin, ist Geschäftsführer der Bikeleasing-Service GmbH und zudem Geschäftsführer bei den Kassel Huskies. Mit seinen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich hat er in den letzten Monaten für die Kernsanierung und Modernisierung der Eissporthalle gesorgt. „Demnächst sind nur noch die Außenfassade und der Eingangsbereich dran“, so der 42-jährige Unternehmer, der sich noch einmal ausdrücklich bei den zuständigen Behörden bedankt, „die die Anträge jederzeit gut und schnell bearbeitet haben.“

Seit einigen Monaten arbeitet er nun an Entwürfen eines Parkhauses sowie einer zweiten Eis- und Trainingsfläche für die Eishockey-Jugend Kassel, die Amateure und die Profis. „Es handelt sich um eine reine Trainingsfläche ohne Zuschauerränge, eine Gangway verbindet alte und neue Halle“. Man werde Synergieeffekte nutzen, wie beispielsweise die erweitere Ammoniakanlage zur Erstellung des Eises oder auch beim Personal. Der Energiebedarf soll zu 70 bis 80 Prozent (Solar) selbst erzeugt werden. „Klar, ist uns bekannt, dass unter dem Parkplatz wichtige Leitungen verlaufen, die müssen dann eben umgelegt werden“, sieht Paul Sinizin bei der Realisierung keine großen bautechnischen Probleme. „Wir setzen natürlich beim Projekt auch auf die Unterstützung der Stadt - allerdings nicht finanziell“, unterstreicht er nachdrücklich.

Die Eissporthalle solle nach den Investitionen als hochmoderne Multifunktionshalle dienen, in der bis zu 7000 Personen (bestuhlt) Platz finden. Einnahmen aus den dort stattfindenden Veranstaltungen könnten dazu beitragen, dass die Huskies in naher Zukunft finanziell komplett auf eigenen Füßen stehen. Wenn alles klappt, sollen neue Eisfläche und Parkhaus in 2024 nutzbar sein.

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