44 Jahre Gefangenensport in der JVA: Heiligenrode während der Sportwoche zu Gast

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Die Mannschaft des TSV Heiligenrode vor den Toren der JVA in Wehlheiden.
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(V.li.) Mark Rullkötter (Spartenleiter Schach), Grzegor Kucza und Giuseppe Scaffidi (beide Spartenleiter Handball) freuen sich über neue Handbälle, Zeitmesser und Schachspiele von Oliver Fritzschka, Simone Küllmer und Karin Leimbach (VW) und Jürgen Schachtschneider, Manfred Ludewig, Peter Sauerwald, Norbert Seyfarth und Erik Plettenberg (Hessischer Handballverband Kassel-Waldeck).
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Erhielt als Dank den EXTRA TIP-Artikel: TSV-Abteilungsleiter Markus Menger.
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Neue Leibchen für den GSV: JVA-Mitarbeiter Stefan Werner bei der Übergabe mit Markus Menger vom TSV Heiligenrode.
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Handballspiel der TSV Heiligenrode 1892 gegen die GSV 1974 Kassel.
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Handballspiel der TSV Heiligenrode 1892 gegen die GSV 1974 Kassel.
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Handballspiel der TSV Heiligenrode 1892 gegen die GSV 1974 Kassel.

Während der Sportwoche des Gefangenensportverein 1974 waren die Handballer des TSV 1892 Heiligenrode zu Gast in der Justizvollzugsanstalt Wehlheiden. 

Kassel. Ausnahmsweise waren im ersten Mai-Wochenende die Ränge in der Sporthalle der JVA voll besetzt. Bei der Sportwoche des Gefangenensportvereins GSV zum 44-jährigen Bestehen durften Häftlinge in der Halle Platz nehmen und bei dem letzten Handballspiel der Saison des GSV 1974 Kassel gegen den TSV Heiligenrode 1892 (wir berichteten hier) dabei sein. Bevor es auf der Platte sportlich zugehen konnte, standen neben der üblichen Einlasskontrolle, dem Gang über den Gefängnishof in die Umkleiden und dem Aufwärmen erst einmal Spendenübergaben an. Eine Delegation von VW, für die die JVA Teile fertigt, übergaben Handbälle, Schachzubehör und Zeitmesser an die Insassen, deren Trainingsmaterial teils veraltet ist.

Erhielt als Dank den EXTRA TIP-Artikel: TSV-Abteilungsleiter Markus Menger.

Aufgrund der jahrelangen Freundschaft zwischen dem TSV Heiligenrode überreichte Abteilungsleiter Markus Menger neue Leibchen an den JVA-Mitarbeiter Stefan Werner. „Wir pflegen diese Freundschaft schon seit Jahren, kommen immer gerne hierher und verzichten dafür gerne auf unser Heimrecht“, scherzte Menger.

Handball in Eigenregie

Da auch die Trikots der GSV-Mannschaft schon in die Jahre gekommen sind, versprach der Hessische Handballverband Kassel-Waldeck, einen neuen Satz zu spendieren. In der Ansprache betonte auch Jörg-Uwe Meister, Leiter der JVA, (siehe hier) wie wichtig die Spiele mit Mannschaften von außen sind: „Die Handballer der GSV haben keinen direkten Trainer, bringen sich Spielzüge und taktische Manöver selbst bei oder analysieren Videos, spielen im Ligabetrieb aber schon seit etlichen Jahren.“ So begrüßten sich die Gefangenen und die Gäste auch sehr freundschaftlich, teils kennt man sich und Berührungsängste waren fehl am Platz. Angefeuert von den Mitinsassen kamen die Herren der GSV zu Beginn der ersten Halbzeit gut in Schwung, konnten mit den Heiligenrödern jedoch nicht mithalten, so dass es zur Pause 9 zu 20 stand und das Spiel letzten Endes mit 21 zu 37 verloren ging.

Handballspiel der TSV Heiligenrode 1892 gegen die GSV 1974 Kassel.

Dies tat der Stimmung auf beiden Seiten keinen Abbruch und nach dem Spiel wurde hinter der Sporthalle noch gemeinsam zusammen gesessen und gegrillt. Sowohl der GSV als auch der TSV freuen sich schon auf die nächsten Begegnungen in der kommenden Saison. Insgesamt herrschte während der Sportwoche viel Betrieb in der JVA. So stand an Himmelfahrt ein Sechs- beziehungsweise Zwölf-Kilometerlauf mit Teilnehmern von der MT Melsungen und dem KSV Baunatal Marathon an. Die Insassen werden vier Monate mit einem speziellen Laufprogramm auf dieses Event, was seit 2011 veranstaltet wird, vorbereitet. Auch ein Volleyballturnier mit Gastmannschaften und ein Fußballturnier mit dem FC Hermannia 1 und 2 sowie den La Ola Kickern und der SG Schönfeld fanden statt.

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