50 Jahre Städtepartnerschaft: Mulhouse zu Gast in Kassel

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Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und dem französischen Mulhouse. Aus diesem Anlass hatte die Stadt zum Festakt geladen.

Kassel. Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und der französischen Partnerstadt Mulhouse. Aus diesem Anlass hatte die Stadt Kassel am Samstagabend zu einem Festakt in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen würdigte die Städtepartnerschaft mit Mulhouse als "lebendige Diplomatie von unten". Die unzähligen Begegnungen der Bürger beider Städte sowie die Zusammenarbeit von Verwaltungen, Vereinen und Organisationen hätten zum gut-nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich und zur europäischen Einigung beigetragen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen von Krieg, Flucht und Vertreibung sowie Klimawandel und Demografie seien Partnerschaften auf kommunaler Ebene wichtiger denn je: "Die bestehenden Städtepartnerschaften gilt es zu pflegen, gleichwohl aber mit neuen Zielen und Inhalten zu füllen", so Oberbürgermeister Hilgen.

Die Delegation aus Mulhouse wurde angeführt von Bürgermeister Jean Rottner, der sich ins Goldene Buch der Stadt Kassel eintrug. Die Festrede zum Thema  "Städtepartnerschaften als Motor der französisch-deutschen Freundschaft" hielt Gereon Fritz, Präsident der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stadträtin Brigitte Bergholter, Beauftragte für die Städtepartnerschaften Kassels.

30 Jahre Place de Mulhouse

Zuvor fand am Samstagvormittag auf dem Place de Mulhouse im Stadtteil Fasanenhof eine kleine Feierstunde statt, die musikalisch vom Blasorchester der Freien Turnerschaft Niederzwehren umrahmt wurde. Der Platz vor der Erlöserkirche wurde am 14. September 1985 eingeweiht. Stadträtin Brigitte Bergholter, Jean-Pierre Walter, der Leiter des Tourismusbüros von Mulhouse, sowie Ortsvorsteher Peter Carqueville erinnerten in ihren Ansprachen an die feierliche Einweihung vor drei Jahrzehnten, an dem eine 50-köpfige Delegation aus der französischen Partnerstadt teilnahm. Der Niederzwehrener Norbert Rose, der in den 60er-Jahren viele Jugendbegegnungen organisierte und sich um die Freundschaft mit Mulhouse besondere Verdienste erwarb, hatte seinerzeit die Idee, den Mühlhäuser Garten der Bundesgartenschau von 1981 im Stadtteil Fasanenhof neu entstehen zu lassen. Die Umgestaltung des neuen Platzes übernahm vor 30 Jahren das Gartenamt von Mulhouse.

Der Place de Mulhouse war der zweite, der nach einer Partnerstadt benannt wurde: Als Zeichen der Städtefreundschaft mit Florenz wurde bereits am 6. November 1958 der Florentiner Platz in der Innenstadt zwischen Neue Fahrt und Wolfsschlucht eingeweiht.

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