Jetzt kommen schlimme Unwetter über Nordhessen: Wie soll ich mich verhalten?

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Der Deutsche Wetterdienst sagt für den morgigen Donnerstag und die Nacht zum Freitag Gewitter voraus, die verbreitet Unwetterpotenzial erreichen können.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für den morgigen Donnerstag und die Nacht zum Freitag Gewitter voraus, die verbreitet Unwetterpotenzial erreichen können. Die Feuerwehr Kassel gibt Tipps für das richtige Verhalten bei Unwetter.

Region. Sturm und Hagel, heftige Regengüsse und Überschwemmungen, umgestürzte Bäume: Wenn Unwetter über Nordhessen ziehen, richten sie häufig hohen Schaden an.

Damit keine Personen verletzt werden, geben die Experten der Berufsfeuerwehr wichtige Tipps zum richtigen Verhalten.

- Achten Sie bei Aktivitäten im Freien auf aufziehende Gewitter. Informationen können Ihnen auch Warn-Apps für Mobiltelefone wie etwa NINA oder KATWARN sowie die Warn-Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes bieten.

- Ein festes Gebäude ist der sicherste Platz bei einem Unwetter. Alternativ bietet auch ein geschlossenes Kraftfahrzeug Schutz.

- Wenn Sie im Freien von einem schweren Gewitter überrascht werden, hocken Sie sich in eine Senke. Meiden Sie einzeln stehende Bäume jeder Art, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen.

- Warten Sie Unwetter mit Sturm und Hagel im Straßenverkehr zunächst auf einem Parkplatz oder am Straßenrand ab. Meiden Sie dabei Flächen unterhalb von Bäumen.

- Betreten Sie keine vermeintlich ausgetrockneten Bach- und Flussläufe – bei Starkregen herrscht hier Lebensgefahr!

-Melden Sie Unfälle und Brände sofort unter der europaweiten Notrufnummer 112. Bitte halten Sie die Notrufleitungen während eines Gewitters bzw. Unwetters für Notfälle frei.

Die räumliche Verteilung und der zeitliche Ablauf der Gewittertätigkeit lässt sich laut Deutschem Wetterdienst schwer abschätzen. Informieren Sie sich deshalb auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de) bzw. in den Radionachrichten über die weitere Wetterentwicklung.

Sollte auch die Stadt Kassel von einem heftigen Gewitter bzw. Unwetter betroffen sein, ist die Feuerwehr Kassel grundsätzlich gut vorbereitet und hat anlassbezogen weitergehende personelle und organisatorische Vorsorge getroffen.

 Erfahrungen aus früheren Unwetterlagen zeigen, dass viele Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr keine unmittelbare Gefahr beinhalteten. So bezogen sich viele Anrufe zum Beispiel auf umgefallene Bäume auf Privatgrundstücken oder in Wohn- oder Nebenstraßen. Dadurch wurden die Notrufleitungen für wichtige Ereignisse und Notfallmeldungen teilweise blockiert und Einsatzkräfte gebunden. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass der Notruf bei Unwetterlagen nur für Notfälle und Hilfeersuchen genutzt wird, in denen eine akute Gefahr besteht.

Überlegen Sie bitte deshalb unbedingt vor dem Wählen des Notrufes:

- Ist die Anforderung der Feuerwehr und deren Eingreifen in diesem Moment, also während des Sturmes, wirklich notwendig?

- Können Sie abgerissene Äste (nach dem Unwetter) vielleicht selbst gefahrlos von der Straße ziehen? Reinigungsarbeiten von kleinem Geäst sind nicht Aufgabe der Feuerwehr!

- Achtung! Umgestürzte Bäume können unter Spannung stehen – bei Sägearbeiten besteht Lebensgefahr. Beseitigen Sie umgestürzte Bäume auf Ihrem Grundstück nicht selbst. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb.

- Umgestürzte Bäume werden von der Feuerwehr nur dann entfernt, wenn eine unmittelbare Gefährdung für Verkehr, Sachwerte oder Personen besteht - zum Beispiel, wenn die Bäume auf Straßen oder Häuser gestürzt sind, oder zu stürzen drohen. Die Feuerwehr greift in der Regel nicht ein, wenn Bäume auf Privatgrundstücken umgestürzt sind - es sei denn es liegt eine Gefährdungslage vor. In dieser Situation wählen Sie bitte den Notruf 112!

Bei Unwetterlagen gibt es meist eine höhere Anzahl von Notrufen und Einsätzen. Die Annahme der Notrufe kann daher etwas länger dauern als üblich. Die Einsätze werden von der Feuerwehr streng nach Priorität abgearbeitet.

Bürgerinnen und Bürger werden daher dazu aufgefordert, auf Radiodurchsagen und aktuelle behördliche Mitteilungen zum Beispiel auch über soziale Medien (www.twitter.com/stadtkassel bzw. www.facebook.de/stadtkassel) und im Internet auf www.notfall.kassel.de zu achten.

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