Junge Frauen und Mädchen erleben Spießrutenlauf in Einkaufsgalerie

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Der Kasseler City-Point ist ein Einkaufsparadies für Jung und Alt. Junge Migranten, die die Einkaufs-Galerien der Innenstadt als Aufenthaltsstätte nutzen, bereiten Sorgen.

Im Kasseler City-Point kommt es immer wieder zu Vorfällen, bei denen junge Frauen belästigt werden.

Kassel.  Geplant war ein lustiger Innenstadt-Bummel. Er endete in Tränen für die beiden 12-jährigen Mädchen, die sich völlig aufgelöst in ein Geschäft des Kasseler City-Points flüchteten und sich dort in Obhut des Verkaufspersonals begaben. Für viele Jugendliche sind die Innenstadt-Galerien ein perfekter Tummelplatz – zum Plaudern, herumalbern, Klamotten schauen und Internetsurfen. Dazu die ersten zarten Versuche, mit dem jeweils anderen Geschlecht in Kontakt zu treten. Doch hier halten sich nicht alle an die Regeln, wollen oder können das „Nein“ nicht verstehen. „Es ist nicht das erste Mal, dass sich junge Mädchen verängstigt in einen der Läden retten“, berichtet die Verkäuferin einer großen  Textil-Kette. „Die jungen Männer würden einfach nicht von ihnen ablassen, ihnen Angst einjagen“, berichtet die Mittdreißigerin. Sie selbst wisse sich da gut zu helfen, auch wenn sie ähnliche Erfahrungen schildert. „Was einem als Frau an Widerwärtigkeiten auf den Rolltreppen ins Ohr geflüstert wird, die unflätigen Rufe ganzer Trauben gaffender Männer – das löst keine schönen Gefühle aus.“

Sorgen bekannt, keine Anzeigen

Center-Manager Martin Wimberger kennt die Situation, die nahezu alle großen Galerien haben: Viele junge Männer verbringen gerade in der kalten Jahreszeit Stunden auf den Bänken der City-Point-Etagen, nutzen W-Lan-Angebote oder schlagen die Zeit tot. „Unseren Sicherheitsdienst haben wir schon aufgestockt, um den Kunden ein besseres Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Man muss aber auch sagen: Passiert ist hier noch nichts“

Eine ähnliche Aussage trifft Polizeisprecher Matthias Mänz auf EXTRA TIP-Nachfrage: „Von den beschriebenen Personengruppen im City-Point geht unseren Erkenntnissen nach keinerlei Gefahr aus. Uns liegen jedenfalls keine Anzeigen aus der Vergangenheit vor.“ Dennoch werden die Kasseler Einkaufsgalerien wie der gesamte Innenstadtbereich durch Fußstreifen und auch Beamte in Zivil beobachtet. „Meist geht es bei Einsätzen um Drogenhandel, Laden- oder Taschendiebstähle“, sagt Matthias Mänz. Und appeliert an Betroffene, auch Vorfälle aus dem Bereich der Belästigung der Polizei zu melden. „Nur so können wir der Sache nachgehen.“

Hier ein "Zwischenruf" dazu von EXTRA TIP-Redaktionsleiter Victor Deutsch

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