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Jusos zu sexuellen Übergriffen: "Taten werden instrumentalisiert"

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Von: Thomas Lange

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Gustav Mahler Treppe, Übergriff, Belästigung
Gustav Mahler Treppe, Übergriff, Belästigung © Lokalo24.de

Junge Sozialdemokraten äußern sich zu Sex-Angriff in Kassel und sehen in öffentlicher Diskussion "rechte Hetze".

Kassel. Vor zwei Wochen wurde eine junge Frau Opfer eines sexuellen Übergriffs durch eine Gruppe junger Migranten in der Karlsaue. Auch Kasseler Schülerinnen offenbarten sich kürzlich ihrer Lehrerin, häufiger von jungen, arabisch, bzw. nordafrikanisch aussehenden Männern sexuell attakiert zu werden. Nur zwei Fälle, in denen Gruppen südländischer Männer sich an jungen Frauen vergreifen.

Die nordhessischen Jusos – die Jugendabteilung der SPD – haben nun Stellung zu den Vorfällen bezogen und  betonen, keinen Zusammenhang  zwischen der Herkunft der Täter und den Taten zu erkennen. In einer Erklärung heißt es: "Das Problem sexueller Gewalt gegen Frauen ist kein Problem des ‘Fremden’". Vielmehr, so erklären die Jusos, sei sexuelle Gewalt und Sexismus "seit Jahrzehnten ein alltäglich in Deutschland vorkommendes Verbrechen."Dabei führen die Jusos Beispiele für sexuelle Übergriffe durch Deutsche an: Den Kommilitonen, der in der Disko ein "Nein"  überhöre oder  den Betrunkenen, der auf dem Dorfplatzfest anzüglich zum Tanzen auffordert.

"Taten werden durch rechte Hetzer instrumentalisiert"

"Sexuelle Gewalt gegenüber Frauen steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit Migration", sagt die stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende Natalia Franz entschieden. Stattdessen sehen sie und die Vorsitzende Lara Kannappel die Taten durch rechte Hetzer intrumentalisiert: "Wir beobachten, dass die Hemmschwelle, über Taten aus einem bestimmten Täterkreis zu sprechen, gesunken ist und das Leid der Frauen für rechte Hetze instrumentalisiert wird", so Franz.Daher seien Artikel und Kommentare, die einen Zusammenhang zwischen sexueller Gewalt und Menschen mit Migrationshintergrund herstellen und geflüchtete Menschen generell als "mit ihrem Frauenbild im Mittelalter zuhause" diffamierten, nach Ansicht der nordhessischen Jusos brandgefährlich.Die Jusos fordern einen besseren Schutz der Opfer von Sexual- und Gewalttaten und  einen besseren Opferschutz im Sexualstrafrecht.

+++Zwischenruf von Thomas Lange+++

Liebe Jusos, mit Eurer Erklärung  habt Ihr weder Euch, noch der Welt einen Gefallen getan. Einmal mehr schwingt Ihr in einer öffentlichen Diskussion in voreiliger "political correctness" die Keule "Rechtsradikalität". Nicht die Täter werden genannt und verurteilt, sondern diejenigen, die Ross und Reiter benennen, als "rechte Hetzer" angeprangert. Da werden organisierte, sexuell aufgeladene und völlig hemmungslose junge Männer, die gezielt, feige und in Gruppen Frauen bedrohen, berauben und begrabschen in einen Topf geworfen mit dem betrunkenen Partygänger in der Disco oder dem lüsternen Senior auf dem Dorffest. Das, liebe Jusos, sind zwei völlig unterschiedliche Dimensionen sexueller Gewalt.

Und: Während Ihr offensichtlich gern den Mantel des Schweigens über migrantische Täter und Taten ausbreitet, sieht die Wahrheit anders aus: Diese Form der sexuellen Übergriffe ist definitiv ein Problem einer Bevölkerungsschicht mit Migrationshintergrund – mutig   könnte man auch sagen von manchen (!) Flüchtlingen. Denn diese Männer haben keinen Respekt vor dem weiblichen Geschlecht, treten Werte, die unsere Frauen über Jahrhunderte hart erkämpft haben, in den Dreck und kümmern sich einen feuchten Kehricht um deutsche Gesetze; wohlwissend, dass Strafverfolgung und Justiz der Flut an Taten und Tätern nicht Herr werden.

Daher ist die immer gleiche Leier, die Herkunft habe nichts mit den Taten zu tun, weltfremd und das Ersticken der Diskussion mit dem Totschlagargument "Rechte Hetze" nicht nur nicht zielführend, sondern gefährlich: Die Menschen – besonders junge Frauen – haben ein Recht auf Aufklärung, Sicherheit und rigorose Verfolgung der Täter – inklusive Express-Abschiebung bei Verurteilung.

Wie ist Ihre Meinung?lange@ks.extratip.de(wird ggf. veröffentlicht)

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