„Kann Wendepunkt in Corona-Krise bedeuten“: Impfzentrum in Großsporthalle am Auepark ist bereit

Das Impfzentrum ist einsatzbereit: Blick von der Tribüne der Großsporthalle im Auepark über das Impfzentrum.
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Das Impfzentrum ist einsatzbereit: Blick von der Tribüne der Großsporthalle im Auepark über das Impfzentrum.

Mehr als 2.000 Impfungen am Tag können theoretisch im Impfzentrum in der Großsporthalle am Auepark erfolgen, die nun einsatzbereit ist und den Wendepunkt in der Corona-Pandemie bedeuten kann.

Mit dem angekündigten Impfstoff werde man endlich in die Lage versetzt, agieren zu können. Bislang habe man in der Corona-Pandemie überwiegend reagieren müssen, erläuterte Geselle.

Das Impfzentrum Kassel einzurichten und das dafür notwendige Personal zu gewinnen, sei eine große Herausforderung gewesen, erklärte der Oberbürgermeister. Dazu habe die Stadt Kassel eine besondere Aufbauorganisation BAO) „Impfen“ eingerichtet, die aus Mitarbeitern unterschiedlicher Bereiche der Verwaltung besteht. Geleitet wird die BAO von Thomas Schmidt, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, seine Vertreterin ist Martina Pfeffermann, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes.

Geselle: „Bei allen Beteiligten – insbesondere bei den vielen Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen, die in kürzester Zeit die notwendige Infrastruktur geschaffen haben – möchte ich mich für die professionelle Arbeit herzlich bedanken. Die Stadt Kassel ist gut vorbereitet für die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.“

Bei der Einrichtung des Impfzentrums waren Kräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes ASB), des Deutschen Roten Kreuzes DRK), der Johanniter Unfallhilfe JUH), des Technischen Hilfswerks THW) sowie der Feuerwehr und verschiedene Firmen aus dem regionalen Handwerk im Einsatz. Das Land Hessen sorgt in diesen Tagen für die notwendige IT-Ausstattung des Impfzentrums, die zusammen mit der IT-Abteilung der Stadt Kassel aufgebaut wird.

Sobald der angekündigte Impfstoff zugelassen ist und vom Bund ausgeliefert werde, könne man loslegen, sagte Geselle weiter. Nach derzeitigen Informationen sei damit frühestens Ende Dezember zu rechnen. Zunächst sollen in Kassel mobile Teams in Senioren- und Pflegeeinrichtungen mit den freiwilligen Impfungen starten. Auch das Personal im Gesundheitssektor werde vorrangig geimpft.

Für Impfungen im Impfzentrum ist eine offizielle Einladung notwendig. Diese sollen nach aktuellen Planungen direkt vom Land Hessen versendet und nach Prioritäten vergeben werden. Impfwillige können also nicht ohne Einladung in einem Corona-Impfzentrum vorstellig werden.

Der Ablauf im Impfzentrum gliedert sich in fünf Phasen: 1. Anmeldung mit Einladung am Empfang, 2. ärztliches Aufklärungs- und Beratungsgespräch, 3. Impfung durch medizinisches Personal, 4. kurzer Aufenthalt im Beobachtungsbereich unter Aufsicht und 5. Abmeldung.

Insgesamt sind in der Großsporthalle am Auepark zehn so genannte Impfstraßen aufgebaut, jede Straße besteht aus je fünf Impfboxen. Über ein Einbahnstraßensystem werden die notwendigen Abstände gewährleistet. Bei vorgesehenen Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr an sieben Tagen pro Woche könnten – theoretisch und nach Verfügbarkeit des Impfstoffs – mehr als 2.000 Impfungen am Tag erfolgen, sagte Geselle. Wie es dann in der Praxis funktioniere und ob nachgesteuert werden müsse, werde sich zeigen. Die ersten Probeläufe im Impfzentrum seien erfolgreich gelaufen.

Für den Betrieb werden jeden Tag über 100 Menschen vor Ort ihren Dienst leisten. Neben Ärzten, pharmazeutischem Fachpersonal und medizinischen Fachkräften ist auch ausreichend Verwaltungs-, Logistik- und Sicherheitspersonal im Einsatz. Geselle abschließend: „Ich bin dankbar und überwältigt über die große Bereitschaft, mithelfen zu wollen.“ Helfer können sich über die städtische Internetseite www.kassel.de/impfzentrum weiterhin für eine Tätigkeit im Impfzentrum Kassel bewerben.

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