Kassel: Aktivisten blockierten Eingänge vom Rüstungshersteller Krauss Maffei-Wegmann

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Aktivisten besetzen Tore von Kasseler Rüstungsfirma
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Auf dem Gelände stehen Mitgleider eines SEK bereit.
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Aktivisten besetzen Tore von Kasseler Rüstungsfirma

Im Bereich des Geländes von Krauss Maffei-Wegmann saßen mehrere Aktivisten auf dem Dach, andere wiederum hatten sich mit einem Bügelschloss an die Tore gekettet.

Update: 15.39 Uhr: Mittlerweile hat die Polizei alle vier Aktivisten vom Tor losgeschnitten. Rund 50 Polizisten sind an der Wolfhager Straße im Einsatz. Die vier Aktivisten werden nun zum Präsidium gebracht, um ihre Identität festzustellen. Es handelt sich dabei um zwei Männer und zwei Frauen.  

Update: 14.20 Uhr: Beamte vom SEK stehen zur Räumung bereit, die Polizei hat die Räumung aber derzeit ausgesetzt

Aktivisten blockieren Tore von Krauss-Maffei Wegmann

Mehrere Aktivisten haben sich am Mittwochmorgen vor die Werkstore des Kasseler Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann gekettet. Zudem stellten die Aktivisten einen sechs Meter hohen Stahl-Dreibeiner auf, um die Einfahrt von Fahrzeugen zu erschweren.

An mehreren Stellen stand der Hashtag „riseup4rojava“. „Wir sind eine kleine autonome Kleingruppe, die sich alleinig zum Zweck dieser Aktion zusammengefunden hat“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Ziel unserer Aktion ist es, den reibungsfreien Ablauf dieser Kriegsschmiede zu unterbrechen“, heißt es weiter.

Auf dem Gelände stehen Mitgleider eines SEK bereit.

Gegenüber der Werkstore fand eine Kundgebung statt. „Wir wollen auf die Situation in Nordsyrien aufmerksam machen. Und direkt vor unserer Haustür fahren die Panzer ab, ich finde es gut, dass man etwas dagegen tut“, sagt eine Aktivistin. Laut Polizei ist die Protestaktion nicht angemeldet worden.  

Die Kundgebung und die Blockade richtet sich gegen den Angriff der Türkei auf die nordsyrische Region Rojava. „Erdogan kündigt sein Jahren an, Rojava angreifen zu wollen, aber trotzdem liefert die deutsche Rüstungsindustrie weiterhin Waffen“, heißt es von Seiten der Aktivisten.

Zwei Aktivistinnen ketteten sich mit ihrem Hals an die Werkstore. Es seien schon Mitarbeiter des Konzern Krauss Maffei-Wegmann zu ihnen ans Tor gekommen. Die Reaktion: „Einer hat uns gesagt, er würde jetzt gerne mal arbeiten und der Krieg in Syrien sei ihm egal. Er stünde auf der richtigen Seite“, erzählt die angekettete Aktivistin.

„Der Konzern macht Geld mit Waffen und produziert die Leopard 2 Panzer, die beim momentanen Angriff auf Nordysrien eingesetzt werden. Wir fordern den sofortigen Abzug der türkischen Armee aus der Region. Wir fordern eine sofortige politische Lösung! Krieg beginnt hier!“, schreiben die Aktivisten.

Wie lange sie noch vor den Toren des Konzern stehen werden, wollten die angeketteten Aktivisten nicht verraten. Auf ihrem Twitter-Account "war starts here" (siehe Tweet oben), twitterten die Aktivisten von der Protestaktion.

Werksangehörige hatten die Polizei heute Morgen, gegen 6 Uhr, wegen mehrerer Personen, die eine Werkszufahrt blockierten, gerufen. Die Kasseler Polizei ist derzeit vor Ort im Einsatz und führt erste Gespräche mit Versammlungsteilnehmern und Werksverantwortlichen.

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