Kassel: Benefiz-Ausstellung und Vortrag zum bedingungslosen Grundeinkommen

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Initiierte die Ausstellung „Wolkentaucher“: Joel Hausting. Dessen Vater wohnte mit dem Künstler Heinrich Ruck früher in einer WG.

Zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens findet am 28. April um 19.30 Uhr ein Vortrag im Hörsaal (Raum 0605) der Kunsthochschule Kassel (Nordbau) statt.

Kassel. „Wolkentaucher“ heißt die von Joel Hausting initiierte Benefiz-Ausstellung, die noch bis Samstag, 13. Mai, in der Galerie Petschelt (Frankfurter Straße) zu sehen ist. Darin geht es um die Werke des in 2016 verstorbenen Künstlers Heinrich Ruck, dessen Nachlass ausschließlich sozialen Projekten wie dem bedinungslosen Grundeinkommen zugute kommt. „Ruck hat schon in den 70er Jahren für das Grundeinkommen geworben. Da er mit meinem Vater in einer Wohngemeinschaft in Kiel wohnte, hat mich sein Schaffen schon seit meiner Kindheit beeindurckt, und hat auch mich dazu inspiriert, zu zeichnen.“ Deswegen war für den 25-jährigen Grafiker schnell klar, dass er sein Werk fortführen möchte.

Bei der Vernissage fanden sich bereits viele Käufer für die kleinen „Wolkentaucher“-Werke. Ruck zeichnete den Wolkentaucher als Eigenportrait. Das Bild zeigt ihn in den Wolken tauchend, aus seinem Schnorchel, der aus seinem Kopf kommt, sprießt die kreative Ader – seine persönliche Sicht auf die Welt.

Ruck zeichnete den Wolkentaucher als Eigenportrait.

„Heinrich Ruck war ein Mensch der besonderen Art, zu jeder Zeit zeichnete er auf egal welchem Material seine Welt der Formen, Farben und Figuren. So sind seine Werke für den Betrachter als Tagebuch zu verstehen. Gedanken, Emotionen und Momente festgehalten auf Papier. “ Seit 1971 zeichnete Ruck. Seitdem hat er einen wahren Schatz geschaffen. Für die Ausstellung nahm Hausting Kontakt mit Rucks Familie auf. „Dadurch, dass ich ihn persönlich kannte, war der Einstieg natürlich leichter und die Familie sagte meinem Vorhaben zu.“

Geld will Hausting mit der Ausstellung nicht verdienen: Alle Erlöse sollen, im Sinne des Künstlers, an den gemeinnützigen Verein "Mein Grundeinkommen" in Berlin gehen. „Ruck hat zu Lebzeiten viele Bilder verschenkt, sich mehr um andere gekümmert, als um sich selbst“, berichtet der Initiator. Hausting ist selbst Befürworter des Grundeinkommens: „Wenn ich ein garantiertes Grundeinkommen hätte, würde ich noch mehr Benefiz-Ausstellungen machen.“

Zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens findet am 28. April um 19.30 Uhr ein Vortrag im Hörsaal (Raum 0605) der Kunsthochschule Kassel (Nordbau) statt. Es referieren die "Arbeitsgruppe Grundeinkommen Kassel" und "Mein Grundeinkommen" aus Berlin.

Danach wird in die Ausstellung geladen. Öffnungszeiten der Ausstellung: Jeden Di, Fr und Sa von 18 bis 20 Uhr

Sammeln Unterschriften, um auf die Liste zur Bundestagswahl zu kommen: Jutta Herrmann (li.) und Anne Martina Heuckeroth-Hartmann von der Kasseler Arbeitsgruppe Bedinungsloses Grundeinkommen.

Bündnis gegründet - 2000 Unterschriften benötigt

Im Frühjahr 2017 hat sich die Partei „Bündnis Grundeinkommen“ gegründet, die zur Bundestagswahl im September 2017 antritt. Die Ein-Themen-Partei setzt sich für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens ein. In allen Bundesländern müssen Unterstützer-Unterschriften gesammelt werden. In Hessen werden mindestens 2.000 Unterschriften benötigt. Die Unterstützung verpflichtet nicht zur Abgabe der Zweitstimme für das "Bündnis Grundeinkommen", sondern betrifft nur die Zulassung zur Bundestagswahl. Weitere Infos gibt es per E-mail an dirk.schmelz@arcor.d, unter www.grundeinkommen.de oder bei Bündnis Grundeinkommen, c/o Garten Eden Shop, Wolfsangerstr. 84, 34125 Kassel.

Öffnungszeiten: Dienstag- Freitag 12.30 Uhr bis 18 Uhr, Samstag 10.30 bis 13 Uhr, Montags geschlossen. Jeden ersten Dienstag im Monat trifft sich die Gruppe um 18 Uhr im Antroposophischen Zentrum (Wilhelmshöher Allee 26.

Die Idee 

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, nach dem jeder Bürger – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage – eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche – vom Staat ausgezahlte – finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen (Transferleistung). Es ist eine Finanzleistung, die ohne weitere Einkommen oder bedingte Sozialhilfe existenzsichernd wäre, in Form eines Bürgergelds. Die Idee, jedes Gesellschaftsmitglied an den Gesamteinnahmen dieser Gesellschaft ohne Bedürftigkeit zu beteiligen, wird weltweit diskutiert. Quelle: Wikipedia.de

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