Bummel übern Rummel - hinter den Kulissen des Kasseler Frühlingsfests

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Rummel-Besuch auf dem Frühlingsfest
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Rummel-Besuch auf dem Frühlingsfest

Ein Blick hinter die Kulissen: Wir haben den Schaustellern auf dem Kasseler Frühlingsfest einen Besuch abgestattet.

Kassel. „Auf geht’s Leute, das ist ein Fahrspaß für die ganze Familie“, schallt es aus den Lautsprechern des Fahrgeschäfts Scirocco auf dem Kasseler Frühlingsfest. Marvin Schellberg (25) aus Waldau sitzt in seiner Bude, kassiert, steuert das Fahrgeschäft und treibt über sein Mikrofon die Besucher ins Scirocco. Das IPhone und das MacBook wirken hypermodern neben den Steuerelementen für das Fahrgeschäft. „Ich bin ins Schaustellerleben hineingeboren. Seitdem ich 16 bin, bin ich schon dabei“, sagt er.

Es ist eine Welt, die sich viele nur schwer vorstellen können. Schausteller sind viel unterwegs, ziehen von Rummel zu Rummel. „Die Öffentlichkeit hat ein völlig falsches Bild von uns. Viele meinen, wir ziehen den Familien das Geld aus der Tasche. Aber das ist Unsinn“, sagt Rebecca Parpalioni (21), die in der Losbude arbeitet. Für sie wäre auch ein anderer Job in Frage gekommen, „dann wäre ich aber nicht mit dem Herzen dabei.“

Beobachtet man die Menschen auf dem Frühlingsfest, hat man keineswegs das Gefühl, dass hier jemandem das Geld aus der Tasche gezogen wird. Es wird gezockt (um Kuscheltiere), geschrien (im Karussell) und geboxt (am Automaten, der die Schlagkraft misst). Alle sind freiwillig hier – und haben offensichtlich Spaß. Derweil freut sich Dennis Ruppert (35) vom Schaustellerverband über den gelungenen Auftakt des Frühlingsfests. „Das ist der beste Auftakt den wir hier je hatten. Tolles Wetter und mehrere Feiertage – da kamen mehr Leute als gedacht.“ Die Welt der Schausteller: Sie warten ihre Fahrgeschäfte, verkaufen ihre Waren, unterhalten die Besucher – alles ganz normal und doch irgendwie außergewöhnlich. Schausteller machen nur nicht so einen Rummel darum.

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