Kassel drosselt Verkehr in Innenstadt-Bereichen auf Tempo 20

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Fußgänger, Radfahrer, Anliefer- und Parksuchverkehr – die Neue Fahrt in der Kasseler Innenstadt mit ihren vielen Geschäften, Restaurants und Cafés darf nun nur noch mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h befahren werden.

Aus Tempo 30 wird in den nächsten Tagen in einigen teilen der Kasseler Innenstadt Tempo 20: "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" lautet das Zauberwort, mit dem die Attraktivität der City gesteigert werden soll.

Kassel. Fußgänger queren die Fahrbahn, um Geschäfte oder Gastronomie zu besuchen, Lieferverkehr steuert die Läden an, Autofahrer halten Ausschau nach den raren Parkplätzen – kurzum: Auf Innenstadt-Straßen wie der Neuen Fahrt ist mächtig was los. Die Autoposer, die mit ihren aufgemotzten Karren hier protzig die Motoren aufheulen lassen, wollen hier so gar nicht hinpassen. Die Stadt Kassel verordnet ihnen und allen anderen in verschiedenen Innenstadtbereichen jetzt erstmals in Kassel das Zockeltempo 20.

 „Nach der Straßenverkehrsordnung besteht die Möglichkeit, in zentralen städtischen Bereichen mit hohem Fußgängeraufkommen und überwiegender Aufenthaltsfunktion die Geschwindigkeit auf unter 30 km/h zu senken und einen ,Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich’ einzurichten“, erläutert Dr. Georg Förster, Leiter Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, das Vorhaben.

Schon in der kommenden Woche werden entsprechende Schilder und Piktogramme an- und aufgebracht.

Von Tempo 30 auf 20

„In den meisten betroffenen Straßen wird das Tempo nun um ein Drittel verlangsamt – hier galt zuvor Tempo 30“, sagt Förster. Nur im unteren Stück Kölnische Straße, das auf die Mauerstraße stößt, galt ursprünglich Tempo 50. . „Wir erhoffen uns von dieser Maßnahme, dass sich durch die Geschwindigkeitsreduzierung insbesondere das Miteinander der verschiedenen Verkehrsarten deutlich verbessern wird.“, sagt Verkehrsdezernent Dirk Stochla.

Die wichtigsten betroffenen Straßen sind die Neue Fahrt, die Wolfsschlucht, die Mauerstraße, Teile der Kölnischen Straße sowie die Zufahrten zum Karlsplatz.

 Tempo-Messungen seien übrigens in der Anfangszeit nicht zu erwarten, man werde jedoch genau beobachten, wie die Autofahrer mit der neuen Höchstgeschwindigkeit umgehen. „Baulich machen wir an vielen Orten die City schön – auch die Maßnahme soll die Attraktivität der Innenstadt weiter steigern“, fasst Dr. Georg Förster die Idee zusammen, die nach intensiven Diskussionen in der Verwaltung, bei denen auch die Polizei beteiligt war, in der Einrichtung der verkehrsberuhigten Geschäftsbereiche mündete.

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